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Agenturporträts
So arbeitet es sich bei ... Fink & Fuchs

Die Verweildauer bei Fink & Fuchs ist überdurchschnittlich. Das mag auch an einem besonderen Benefit liegen - ein kleines Sabbatical nach fünf Jahren Betriebszugehörigkeit.

Text: W&V Redaktion

23. Oktober 2018

Alexandra Groß von Fink & Fuchs.
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Wer über fünf Jahre bleibt, bekommt einen Sonderurlaub, und keinen geringen: Vier Wochen spendiert Fink & Fuchs. Dass es auch sonst einige Vorzüge gibt, die zum Bleiben bewegen, erzählt Alexandra Groß, Vorstand der Wiesbadener Agentur. Nummer 48 der Agentur-Porträts.

Gibt es in Ihrer Agenturgruppe Berufsfelder und Jobs, die lange unbesetzt bleiben und für die Sie händeringend nach Personal suchen? Wenn ja, wie lange sind die Stellen unbesetzt? Und was machen Sie, um genau dort Leute zu finden?

Nach Beratern und Projektmanagern für Digitale Kommunikation suchen wir durchschnittlich länger als für alle anderen Positionen. Digitale Kompetenzen sind sehr gefragt und der Markt ist leer. Diese Positionen sind durchaus auch mal ein halbes Jahr unbesetzt. Wir kooperieren mit Hochschulen und bieten Plätze für Praktika und Werkstudenten an, um möglichst früh mit gutem Nachwuchs in Kontakt zu kommen.

Besonderen Wert legen wir auf unser Ausbildungs- und Traineeprogramm. Aktuell wurde dies im Oktober 2018 von der DAPR zertifiziert. Die Anforderungen der Zertifizierung erfüllt Fink & Fuchs schon lange, desto mehr freuen wir uns nun, dass eine unabhängige Institution unser Engagement auch bescheinigt.

Haben Sie ein Patentrezept für die Bildung einer starken Arbeitgebermarke gefunden?

Eine starke Mitarbeiterorientierung spricht sich im Markt herum. Beispielsweise eilt unserem Trainee-Programm schon seit vielen Jahren ein guter Ruf voraus – und auch die jeweiligen Trainee-Jahrgänge sprechen jeweils positiv darüber.

So entwickelt der aktuelle Trainee-Jahrgang gemeinsam das Personalmarketing für den Folge-Jahrgang. Wir arbeiten ständig an neuen Konzepten und Ideen zur Mitarbeiterbindung und Rekrutierung. Aktuell setzen wir unser Konzept der Lebensphasen-orientierten Personalentwicklung um.

Letztlich muss jede Agentur ihr eigenes Patentrezept finden. Im letzten anonymen GPRA-Agentur-Benchmark zu unterschiedlichen HR-Themen haben wir uns ganz gut positioniert gesehen.

Was tun Sie konkret zur Mitarbeiterbindung? Gibt es bei Ihnen die Möglichkeiten zu

a, Home-Office

Je nach Lebensphase sind Wünsche in Richtung Home Office andere. Wir lösen das individuell.

b, Sabbaticals  

Sabbaticals gibt es unbezahlt jederzeit auf Wunsch der Mitarbeiter. Standard ist bei uns aber nach fünf Jahren Agenturzugehörigkeit ein kleines Sabbatical in Form eines 4-wöchigen bezahlten Sonderurlaubs zum regulären Urlaub on top.

c, flexiblen Urlaubszeiten pro Jahr

Jeder Mitarbeiter kann seine Urlaubstage nach Rücksprache mit den Teams flexibel planen und bei Bedarf weiteren unbezahlten zusätzlich anfragen. Vor allem jüngere Kollegen nutzen das.

d, flexible Arbeitszeiten

Da Agenturen sehr flexibel auf Kundenwünsche reagieren, müssen dies auch die Arbeitszeiten zulassen. Projekthochzeiten können ausgeglichen werden, für Wochenendarbeiten gibt es Ausgleichstage. So versuchen wir die Überstunden gering zu halten. Freie Zeiten sind den meisten Kollegen wichtiger als die Vergütung von zusätzlichen Stunden.

Da Vertrauensarbeitszeit herrscht, sind die morgendlichen Anfangszeiten flexibel genauso wie die Endzeiten am Abend.

e, Job-Tausch mit anderen Niederlassungen, bzw. Partner-Unternehmen

Job-Tausch gibt es so nicht bei uns, sehr wohl aber Kollegen, die die Standorte wechseln und ihren Lebensmittelpunkt verlagern.

f, Möglichkeiten für eigene Herzensprojekte außerhalb des bezahlten Kundengeschäfts?

Lieblingsprojekte bieten wir auch von Seiten der Agentur im Rahmen unserer CSR-Projektarbeiten an. Das findet dann innerhalb der Arbeitszeiten statt und wird von den Kollegen auch gut angenommen.

Kletterwand, Baumhaus, Sterne-Kantine – was gibt es bei Ihnen an unüblichen Incentives für Mitarbeiter?

Wir haben unseren Playroom, indem wir anders kreativ arbeiten, pausieren und die Gedanken treiben lassen. Mal mit mal ohne Kunden. Yoga in der Mittagspause oder sonstige Bewegungstrainings im Garten hinter der Agentur sind nicht zum Dauerbrenner geworden.

Wie erfassen Sie die Mitarbeiterzufriedenheit? Welche Ihrer Errungenschaften sind den Mitarbeitern besonders wichtig?

Grundsätzlich sind wir in ständigem Austausch mit den Mitarbeitern, wo die Einzelaspekte, die zur Zufriedenheit gehören, regelmäßig besprochen werden. Vorstand und Personalabteilung agieren nach der "Open-Door-Policy" – die Mitarbeiter können auch unangemeldet zum Gespräch kommen.

Da für jeden Mitarbeiter andere Dinge wichtig sind, lohnt es sich das Repertoire aufzuzählen: verlässliche Arbeitszeiten, hohe individuelle Flexibilität, individuelle Lösungsansätze auch in der Weiterbildung, Orientierung gebende Arbeitsprozesse, um die wichtigsten zu nennen.

Hand aufs Herz: Wie hoch ist bei Ihnen die Frauenquote?

Zwei Drittel der Belegschaft sind Frauen, aber das ist in Agenturen ja nicht unüblich.

Wie hoch die Quote der Mitarbeiter über 45? Und unter 25?

Die Mitarbeiterquote über 45 Jahre liegt aktuell bei 23, Mitarbeiter unter 25 Jahren beschäftigen wir momentan einen.

Wie lang bleibt ein Mitarbeiter im Schnitt? 

Unsere durchschnittliche Verweildauer in der Agentur liegt bei ungefähr 7 Jahren.

Clean-Desk-Policy oder ganz persönliche Schreibtische? Wie steht Ihre Agentur zu dem Thema?

Flexibles Arbeiten heißt auch mobile Geräte zu haben und in interdisziplinären und agilen Teams zu arbeiten. Da wechselt man schon öfter mal den Schreibtisch. Unsere Clean-Desk-Policy legen wir aber nicht ganz so streng aus. Persönliches muss immer irgendwo ein Plätzchen haben. Es sollte nur genauso flexibel sein wie der Besitzer.

Wie stehen Sie zur internen Offenlegung aller Gehälter im Unternehmen?

Ich halte das für sehr schwierig, da die Grundvoraussetzung für maximale Transparenz eine über alle Mitarbeiter hinweg ausgeprägte Beurteilungskompetenz von Leistungen benötigt. Wir betrachten jeden Mitarbeiter individuell und so sehen wir auch seine Leistung. Die entscheidende Aufgabe ist doch, jedem Mitarbeiter Leistung und Vergütung nachvollziehbar zu vermitteln.

Der Blick auf andere hilft da nur wenig.

Dann wollen wir natürlich wissen: Was verdient ein Junior bei Ihnen im ersten Jahr?

Ca. 40.000 Euro Jahresbrutto.

Mehr Agenturporträts, u.a. von Jung von Matt, Scholz & Friends und Serviceplan finden Sie in unserem Dossier Arbeitswelt Agenturen.

Mehr zum Thema Gehalt in Agenturen in unserem Dossier Gehalts-Check

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