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Agenturkultur
So arbeitet es sich bei ... Valtech

Ein wahrlich moderner Arbeitgeber: Valtech lässt die Teamleads selber wählen und bietet Gewinnbeteiligungen. Ein Vorteil auf dem engen Recruitingmarkt.

Text: W&V Redaktion

14. August 2018

Markus Keller von Valtech.
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Bei Valtech gehören alle erdenklichen Errungenschaften modernen Arbeitens dazu. Agile Techniken, offene Gehaltsstrukturen, selbstorganisierte Hackathons, Gehälter mit Gewinnbeteiligung und umfangreiche Sabbatical-Regelungen. Sowie eine gut bestückte Süßigkeiten-Bar. HR-Chef Markus Keller erzählt, wie sich das auch beim Recruiting auszahlt. Nummer 38 der Agenturporträts.

Gibt es in Ihrer Agenturgruppe Berufsfelder und Jobs, die lange unbesetzt bleiben und für die Sie händeringend nach Personal suchen? Wenn ja, wie lange sind die Stellen unbesetzt? Und was machen Sie, um genau dort Leute zu finden?

Wir sind immer auf der Suche nach guten Software-Entwicklern, Agile Coaches und UX-Designern. Bislang haben wir Glück und viele unserer Mitarbeiter kommen auf persönliche Empfehlung ihrer Freunde und Bekannte zu uns. Eine erfolgreiche Vermittlung belohnen wir natürlich finanziell, das ist uns lieber, als in Headhunter zu investieren. Außerdem pflegen wir viele Netzwerke und treffen mögliche Kandidaten bei Meetups und anderen Events in unseren Open Offices.

Haben Sie ein Patentrezept für die Bildung einer starken Arbeitgebermarke gefunden?

Ein Patentrezept gibt es sicher nicht. Aber wir können mit spannenden Projekten für viele namhafte Marken punkten wie etwa BMW, BMG oder Lufthansa. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sehr selbstbestimmt arbeiten und unsere Offices jederzeit nutzen, zum Beispiel für eigene Netzwerkveranstaltungen oder Hackathons. Wie schon erwähnt, empfehlen unsere Teams uns in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiter, das freut uns sehr.

Was tun Sie konkret zur Mitarbeiterbindung?

Jede Menge Süßigkeiten, Obst und freie Getränke, Weißwurstfrühstück, Barbecue... Aber vor allem vertrauen wir unseren Mitarbeitern und ermutigen sie, sich selbst einzubringen, Dinge selbst zu entscheiden und voran zu bringen. Wer etwas ausprobieren will, wird unterstützt. Unsere Hierarchien sind sehr flach, Projekte laufen auf Augenhöhe.

Gibt es bei Ihnen die Möglichkeiten zu...

a, Home-Office?

Ja, das wird bei uns schon seit Jahren flexibel gehandhabt, wo immer es möglich ist.

b, Sabbaticals ?

Ja, sie werden auch stark nachgefragt.

c, flexiblen Urlaubszeiten pro Jahr?

Ja (in Absprache mit den Kollegen).

d, flexiblen Arbeitszeiten?

Es gibt eine Kernarbeitszeit, darum herum können die Kollegen frei entscheiden, wann sie kommen und gehen – wir arbeiten ergebnis- und teamorientiert.

e, Jobtausch mit anderen Niederlassungen, bzw. Partner-Unternehmen?

Das ist bei uns quasi tägliches Brot, weil wir sehr viele internationale Projekte betreuen. Gerade haben wir Kollegen aus Zürich und Buenos Aires bei uns, deutsche Kollegen arbeiten im Moment u.a. in Paris, Amsterdam und Stockholm.

f, Möglichkeiten für eigene Herzensprojekte außerhalb des bezahlten Kundengeschäfts?

Wie oben schon erwähnt, wir haben offene Büros, die unsere Mitarbeiter gerne nutzen, um Hackathons, Workshops oder Meetups zu veranstalten. Wir sind da sehr offen, wir freuen uns, wenn die Kollegen eigeninitiativ Ideen entwickeln, die wir unterstützen können.

g, bezahlten Überstunden?

In den meisten Fällen gelingt es uns, Projekte ohne Überstunden erfolgreich zu realisieren.

Was gibt es bei Ihnen an unüblichen Incentives für Mitarbeiter?

In unseren offenen Küchen wird selbst gekocht, in den modernen Offices es gibt Billardtische, Kicker, eine brandneue Dachterrasse in Düsseldorf und Liegestühle am Rhein in Köln. Keine Frage, in einem attraktiven Umfeld macht die Arbeit doppelt Spaß. Für die sportlichen Kollgen beispielsweise bieten wir auch das Leasing von Fahrrädern über JobRad an. Viel wichtiger als diese Form von Incentives ist uns aber, ehrlich gesagt, die offene Unternehmenskultur und unser agiles Mindset, das für eine ausgewogene Work-Life-Balance und ein angenehmes Miteinander sorgt.

Wie erfassen Sie die Mitarbeiterzufriedenheit? Welche Ihrer Errungenschaften sind den Mitarbeitern besonders wichtig?

Es gibt eine regelmäßige Mitarbeiterbefragung, flache Hierarchien, und die Teams können ihre Teamleads wählen.

Wie hoch ist bei Ihnen die Frauenquote?

Rund 35 Prozent.

Wie hoch die Quote der Mitarbeiter über 45?

Rund 20 Prozent

Und unter 25?

3 Prozent

Wie lang bleibt ein Mitarbeiter im Schnitt? 

Wir haben natürlich im Agenturgeschäft Fluktuation und stellen gerade zahlreiche neue Leute ein, das drückt den Schnitt. Aber zahlreiche Mitarbeiter sind auch fünf bis zehn Jahre bei uns. Was uns sehr freut: Es gibt immer wieder KollegInnen, die gehen und dann wiederkommen – und oft noch einige ihrer Freunde mitbringen.

Clean-Desk-Policy oder ganz persönliche Schreibtische? Wie steht Ihre Agentur zu dem Thema?

Eckbüros für Chefs und Topfpflanzen auf den Tischen gibt es bei uns nicht. Wer gerade standortübergreifend an Projekten arbeitet, was sehr häufig vorkommt, sucht sich einfach einen freien Platz – ob Geschäftsführer oder Junior Designer.

Wie stehen Sie zur internen Offenlegung aller Gehälter im Unternehmen?

Wir haben einen so genannten Gehaltsstrukturplan, in dem die Gehaltsgruppen veröffentlicht sind – und die MitarbeiterInnen werden über den GSP auch am Gewinn beteiligt.

Dann wollen wir natürlich wissen: Was verdient ein Junior bei Ihnen im ersten Jahr?

Das hängt natürlich von der Qualifikation und der Erfahrung der/des einzelnen ab, aber von 28.000 Euro für Junior-Designer mit BA-Abschluss bis 48.000 Euro für Master-Absolventen im Development ist alles drin.

Mehr Agenturporträts, u.a. von Jung von Matt, Scholz & Friends und Serviceplan finden Sie in unserem Dossier Arbeitswelt Agenturen.

Mehr zum Thema Gehalt in Agenturen in unserem Dossier Gehalts-Check

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