Anzeige

Ex-Fußballprofi
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Christoph Metzelder

Gegen Ex-Fußballprofi Christoph Metzelder wird wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornografie ermittelt. Das hat die Staatsanwaltschaft Hamburg am Mittwoch bestätigt.

Text: W&V Redaktion

4. September 2019

Christoph Metzelder führt zusammen mit Raphael Brinkert die Agentur Brinkert Metzelder.
Anzeige

Als erstes hatte die "Bild"-Zeitung über die Ermittlungen gegen Christoph Metzelder berichtet.

Die Ermittler hätten am Dienstag in Düsseldorf zwei Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Hamburg vollstreckt, heißt es jetzt in der Mitteilung der Behörde. Die Beweismittel - Datenträger - seien mitgenommen worden und müssten nun ausgewertet werden.

Metzelder wohnt in Düsseldorf. Er war am Dienstagabend und am Mittwoch zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Ob und wie er sich gegenüber den Ermittlern zu den Vorwürfen geäußert hat, sagte die Staatsanwältin nicht. Ihm sei Gelegenheit dazu gegeben worden. Er habe sich kooperativ verhalten und sei nicht festgenommen worden. 

Eine Frau in Hamburg habe Anzeige erstattet: Sie habe angegeben, über WhatsApp entsprechendes Material von dem Ex-Fußballer erhalten zu haben. In welcher Beziehung sie zu ihm steht, teilte die Behörde nicht mit.

Die ARD will ihre Zusammenarbeit mit dem TV-Experten vorläufig auf Eis legen. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky: "Bis zur Klärung der Vorwürfe werden wir die Zusammenarbeit mit Christoph Metzelder ruhen lassen."

Die Kommentarspalten auf dessen Social-Media-Auftritte füllten sich am Mittwoch rasch mit hasserfüllten Kommentaren, immer wieder unterbrochen von besonnenen Stimmen, die daran erinnerten, dass nichts bewiesen sei und für Metzelder die Unschuldsvermutung gelte. Mit seinem Engagement für die CDU und gegen Nazis hatte sich der Westfale bereits in der Vergangenheit etliche Feinde gemacht.

Der Ex-Schalke- und Dortmund-Profi Metzelder ist auch Mitinhaber der Kommunikationsagentur Brinkert Metzelder. Die Agentur wollte sich am Mittwoch noch nicht zu dem Thema äußern. (dpa/mw)

Anzeige