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The Goodwins
Tim Stübane ist zurück

Mit Franka Mai und Mirko Stolz gründet der Kreative Tim Stübane in Berlin The Goodwins, eine Agentur, die sich guten Marken widmet. Klingt verrückt, ist aber ernst gemeint. Die drei leben das selbst vor.

Text: W&V Redaktion

3. Dezember 2018

Mirko Stolz (v.l.), Franka Mai und Tim Stübane sind seit August mit dem Guten in der Markenwelt befasst. Sie wollen einen Unterschied machen.
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Still und heimlich haben sie am 1. August ihre Agentur gegründet. Erst jetzt gehen sie an die Öffentlichkeit damit: Tim Stübane, zuletzt Kreativgeschäftsführer von Ogilvy in Berlin, Franka Mai, bei Stübane hat sie zwei Jahre lang die Strategie im Hauptstadtbüro von Ogilvy geleitet, und Mirko Stolz, bis vor Kurzen noch Chefkreativer von BBDO, Berlin, sind fortan die Guten. Ihre neue Firma, The Goodwins, will sich ausschließlich um Marken kümmern, die Gutes tun. Und zwar von Berlin-Mitte aus.

Braucht die Welt eine solche Agentur? Die drei Jungunternehmer sind sich sicher: Ja, die brauchen wir. "Wenn wir uns im Markt umschauen", sagt Stübane, "herrscht Chaos. Alles ist im Umbruch, vieles läuft schief." Konsumenten, die Werbung hassen, weil sie nervt. Talente, die in ihr keinen Sinn mehr sehen und lieber zu einem Start-up gehen. Kunden, die ob der digitalen Möglichkeiten überfordert sind. Mit The Goodwins wollen sie das ändern - zumindest im Kleinen. Und nebenbei ihr eigenes Ding drehen.

Die Welt ein bisschen besser machen

Stübane, Mai und Stolz haben einen strengen Kriterienkatalog definiert, was eine Marke zu einer guten Marke macht. Sie fördert das gute Leben, sie ist fair, transparent oder sozial engagiert, geht in die Natur, bietet Qualität, greift Monopole an. Möglichkeiten gibt es viele, Gutes zu tun. Was aber, wenn das Geld lockt und die Marke doch nicht so gut ist? "Wir sind darauf vorbereitet", sagt Stübane. Noch aber stelle sich das Problem nicht. Ein Mittelständler soll bereits unter Vertrag sein; der Name ist noch unter Verschluss.

Und vorleben? Tun sie das Gute auch. Der Kunde bekommt eine agile Chefbetreuung auf nur zwei Hierarchieebenen, einer seniorigen und einer juniorigen. Die Mitarbeiter werden am Gewinn beteiligt und dürfen sich ihre Zeit flexibel einteilen. Außerdem will The Goodwins zehn Prozent des Jahresgewinns in das eigene Sozialprojekt, The Goodone, investieren, das einen gesunden Schlaf fördert. Viele gute Pläne. Erstmal aber muss die Agentur überhaupt Gewinn erwirtschaften.

Mehr über The Goodwins und ihre drei Gründer lesen Sie in der aktuellen W&V (EVT: 3. Dezember)

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