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Personalie
Try No Agency holt COO und baut um

Christian Rüsken wechselt von Kundenseite. Der Chief Operations Officer soll helfen, die Wachstumsschmerzen der Agentur zu bewältigen.

Text: W&V Redaktion

8. August 2019

In Zukunft zu dritt: Christian Rüsken (l.), Stefan Nagel (m.) und Friedrich Tromm von Try No Agency.
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Eine Agentur wollten sie nie sein. Den Namen Try No Agency haben sich Friedrich Tromm und Stefan Nagel 2011 ja nicht umsonst gegeben, als sie ihre Firma gründeten. Sie wollten nah dran sein am Kunden, schnell, agil, dadurch kosengünstig, performanceorientiert und sich mit den Besten der Branche verbünden.

Aus diesem Grund haben die beiden stets lieber mit Partnern und Freien zusammengearbeitet, mit Experten, die sich gar nicht erst anstellen lassen, und in der Agentur nur ein kleines Kernteam beschäftigt. Damit begründeten sie einen neuen Typus, die virtuelle Agentur. Und die Kunden kamen: bis heute Bayern München, Smava, Momox, N26 und andere mehr.

Der Neue soll's richten

Jetzt aber ist aus TryNoAgency fast schon eine normale Agentur geworden mit ihren 22 Mitarbeitern. Vor allem Social-Media-Experten kamen in den letzten Jahren hinzu. Und jetzt sitzen sie öfter im Büro, als ihnen lieb ist, verschwenden Zeit in Meetings. Dabei sollen die Leute, die bei Try No Agency arbeiten, besser gestellt sein als anderswo: Sie bekommen ein höheres Gehalt, werden an Pitcherfolgen beteiligt, können frei über ihre Urlaubs- und Arbeitszeiten verfügen, ihre eigenen privaten, künstlerischen und sozialen Projekte verfolgen oder sich auch nur einfach um ihre Familien kümmern.

Christian Rüsken haben sie genau dafür geholt und ihm eine Stelle geschaffen. Der neue Chief Operations Officer, Mitglied der Geschäftsleitung, soll die Kultur von Try No Agency bewahren, gleichzeitig die Prozesse des wachsenden Gebildes für die immer komplexeren Aufgaben der Kunden optimieren, insbesondere im Kommunikationsmix. Rüsken soll das Modell Try No Agency skalierbar machen, wie das so schön heißt, und Kunden helfen,

1) die Datensilos aufzubrechen,

2) die Messbarkeit von Kommunikationsmaßnahmen zu erhöhen und

3) in der Agentur Kommunikationslösungen mit Abverkaufsplattformen stärker miteinander verzahnen.

Denn mit den Jahren haben die Kunden den Berlinern immer mehr zugetraut. Neben Starts-ups betreut Try No Agency neuerdings auch Etats internationaler Unternehmen, deren Namen aber noch geheim sind. Das, sagt Tromm, müsse man erst mal bewerkstelligen.

Die Chemie stimmt

Rüsken kommt vom Berliner Datenspezialisten Webtrekk. Davor saß er in der Geschäftsführung von Media1/MenschDanke und davor wiederum war er Vice President Sales und Business Development bei Sparwelt. Er ist eher der Performance-Experte denn Agenturmensch. Aber die zwei Monate Einarbeitungszeit, die Rüsken nun schon hinter sich gebracht hat, zeigen, dass er es kann und will.

"Ich möchte unseren Kunden noch mehr Sicherheit bei Marketing- und Kommunikationsentscheidungen geben", sagt Rüsken. Das Experiment kann beginnen.

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