Anzeige

Umbau
UDG gibt sich neue Struktur und schließt Berlin

Die Digitalagentur UDG verabschiedet sich von der bisherigen Hubstruktur. Künftig verantworten vier Manager operativ das Geschäft. Der Standort Berlin wird geschlossen.

Text: W&V Redaktion

27. September 2018

Will die Komplexität der Agentur reduzieren und den Fokus stärker auf die Kunden richten: CEO Marcus Starke.
Anzeige

Die UDG United Digital Group setzt ihren Restrukturierungs- und Konsolidierungkurs weiter fort. Künftig verantworten vier Manager standortübergreifend das Geschäft. Die bisherige Hubstruktur wird aufgelöst. "Wir wollen die Komplexität der Agentur weiter reduzieren", sagt CEO Marcus Starke. "Aus diesem Grund - und auch, um noch mehr zu einer einheitlichen Agentur zusammenzuwachsen - haben wir uns von der bisherigen Struktur verabschiedet."

So leitet ab sofort Markus Lucht den Bereich Client Service, der Kundenbetreuung, -ausbau und New Business umfasst. Mathias Reinhardt verantwortet die Agency Services. Dazu zählen die Digitalmarketing-Disziplinen "Technology Strategy & Digital Solutions", "User Experience, Campaigns, Content, Creative & Design". "Digital Performance & Solutions" sowie "Consulting". Ulrich Bartholmös führt das Projekt-Management. Was die drei eint: Sie sind seit Jahren in leitenden Positionen für die Agentur tätig und berichten direkt an den CEO. CFO Peter Horn kümmert sich um den Bereich Support. Starke: "Ich bin sehr froh über diese Schritte. Wir versprechen uns damit nicht nur eine bessere interne Abstimmung, sondern auch eine noch konsequentere Kundenorientierung."

Rückblick: Noch Anfang des Jahres beschäftgite UDG rund 500 Mitarbeiter an zehn Standorten. Sie arbeiteten für mehr als 500 Kunden, darunter viele Einzelprojekte. Ein komplexes Gebilde, das der eigenen Entstehungsgeschichte geschuldet war, das aber wirtschaftliches Handeln schwierig machte. Auch die Hubstruktur erleichterte nicht die Zusammenarbeit der einzelnen Glieder. Folge: In den letzten Jahren performte UDG schlechter als im Schnitt die Wettbewerber. Die Zahlen für 2017 wurden nicht veröffentlicht. Die Agentur beteiligte sich nicht am Branchenranking der größten deutschen Digitalagenturen. Alles in allem eine Entwicklung, die dem Investor EQT eher weniger Freude bereitet haben dürfte.

Starke hat in den vergangenen Monaten massiv Hand angelegt. So wurde das Perfomancegeschäft an die Omnicom Media Group verkauft. Anfang 2018 schon schloss das Management das Düsseldorfer Büro. Jetzt wird der Standort Berlin aufgegeben. Die betroffenen 30 Mitarbeiter wurden bei der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung unterstützt, heißt es. Diese und weitere Maßnahmen haben dazu geführt, dass die UDG nun an fünf Standorten vertreten ist, die alle über relevantes Kundengeschäft verfügen. Mittlerweile, so Starke, befinde sich die Agentur wieder auf einem klaren Kurs, wobei der Fokus weiter auf Bestandskunden läge. Wie Bosch. Für den Kunden hat UDG die Plattform für interne Kommunikation weltweit realisiert und den Bosch Zünder Online neu konzipiert, entwickelt und umgesetzt. Alles in enger Zusammenarbeit mit den zentralen Bosch-Abteilungen. Relaunch war 2018.

Anzeige