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Kreation des Tages
Warum ein Bankräuber vor unlauteren Tricks der Banken warnt

Bankräuber Jason Coghlan warnt junge Leute für die Mobile-Bank Bunq vor den Machenschaften der alteingesessenen Finanzinstitute. Das alles ist Teil einer großen Kunstaktion von Amsterdam Berlin.

Text: W&V Redaktion

29. Juni 2018

War mal der gefährlichste Mann der Welt: Jason Coghlan
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Er war mal der gefährlichste Mann der Welt. Jason Coghlan hat etliche Banken ausgeraubt. Jetzt ist Coghlan auf dem Weg zum Serienstar. Er wirbt in einer Kampagne von Amsterdam Berlin für die Mobile-Bank Bunq. Verrückt genug.

Das Vertrauen in die Banken ist seit der Finanzkrise 2008/2009 erschüttert. Die Banken haben sich verzockt und sie versuchen heute noch, Gebühren auf alles Mögliche zu erheben, um Profit zu machen: Das Abheben von Geld kostet, vermeintlich kostenlose Girokonten werden nach zwei Jahren kostenpflichtig, Dispo-Zinsen fallen an. Manchmal kostet es sogar Geld, eine Kreditkarte zu kündigen. Zusätzlich verkaufen Geldinstitute persönlichen Daten der Kunden gewinnbringend an Dritte etc. etc. Coghlan erklärt, wie diese Welt funktioniert und rät natürlich zum Wechseln:

Die niederländische Mobile-Bank Bunq will vor allem junge Kunden überzeugen. Denn die hätten am wenigsten Ahnung von den Machenschaften der Banken. Bunq dagegen - sagen sie! - arbeite transparent. Der Tech-Unternehmer Ali Niknam hatte die Firma 2012 gegründet, um das Bankenwesen zum Besseren zu verändern.

Der Film ist Teil des größeren Kunstprojekts "Die Kunst des Banking", in dessen Rahmen sich junge Künstler aus ganz Europa so ihre Gedanken zum Bankenwesen machen. Zum Einsatz kommen Filme, Fotos, Malerei, Straßenkunst und Kunstinstallationen.

Finanzkritik als Kunstaktion

Die ersten beiden Filme der Aktion sind "Withdraw Yourself" und "A Traditional Investment". "Withdraw Yourself" zeigt die Arbeit des Tattoo-Künstlers Louis Loveless, der den Stellenwert von Banken in unserer Gesellschaft hinterfragt. "A Traditional Investment" wirft einen schonungslosen Blick auf Geldgeschäfte in Kriegsgebieten - und zwar mit den Augen des Kriegsreporters Robert King.

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Moritz Grub, Executive Creative Director und Gründer von Amsterdam Berlin sagt: "Bunqs Mission ist einzigartig. Wer also könnte besser den Launch dieser Bank begleiten als ein ehemaliger Bankräuber, ein Kriegsfotograf und ein Tattoo-Künstler?"

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