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Raphael Brinkert
Warum sich Brinkert die Marke Rapha sichert

Seit Tagen fragen sich viele in der Branche, was der Hamburger Werber mit der Marke Rapha vorhat. Möchte er seine Agentur umbenennen? Jetzt meldet sich Raphael Brinkert endlich zu Wort.

Text: W&V Redaktion

18. Februar 2020

Der Mann, den sie Rapha nennen.
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Warum also? Das ist die Frage, die Menschen aus ganz Werbedeutschland umtreibt. Warum? Raphael Brinkert sagt: "Ich werde seit Jahren von Freunden nur Rapha genannt". Deshalb habe er sich halb ernsthaft, halb zum Spaß die Marke Rapha gesichert - und zwar schon zwischen Weihnachten und Neujahr. Geschützt sind für Raphael Brinkerts gleichnamige Agentur die für ihn, wie er sagt, relevanten Unterkategorien der Nizza-Klasse 35, vor allem Werbung und Marketingdienstleistungen, sowie die Domain rapha.de. Wer da jetzt draufklickt, gelangt aber erstmal nur auf die Website seiner Agentur.

Die Sache ist deshalb pikant, weil Rapha bereits eine eingetragene Marke ist. Brinkert ist sogar ein Fan von ihr. Der Hamburger, der in seiner Agentur viele Sportkunden und Sportler betreut, liebt die englische Fahrradbekleidungsmarke. Seine Agentur ist auf Social Campaigning, Nachhaltigkeits- und Sportmarketing spezialisiert und kümmert sich unter anderem um Etats von DOSB, DFB und der Arne-Friedrich-Stiftung.

Selbst Mitarbeiter tragen Rapha

"Mich begeistert an der Marke, wie sie sich im Radsport auf sehr hohem Niveau etabliert hat. Wie die Marke über die unterschiedlichen Touchpoints kommuniziert und ihrem Versprechen als beste Radsportbekleidung der Welt auf unterschiedliche Art und Weise gerecht wird. Und ja, ich bin Heavy User und Kunde. Selbst unsere Mitarbeiter werden seit Gründung mit Rapha-Rucksäcken statt klassischen Laptoptaschen ausgestattet."

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Aber was verspricht sich Raphael Brinkert von der Aktion? PR in eigener Sache, Neugeschäft? Womöglich reagiert das Unternehmen unfreundlich. Brinkert bleibt da entspannt, er sei ein guter Kunde und ihm gehe es ja nicht um Kleidung, sondern um Werbung: "Wenn sich die Kollegen melden, finden wir sicherlich eine Lösung, die von beidseitigem Interesse ist." Das könne freilich auch damit enden, dass sie ihm die Domain abkaufen. Das Geld will Brinkert dann an seinen Kunden arta.FM in Syrien spenden. 

Ein neuer Name?

Insider munkeln ja, Brinkert wolle seine Agentur umbenennen. Das aber, sagt Brinkert, hänge sicherlich auch von anderen Parametern ab als nur der Markenanmeldung. Vor hat er es eigentlich nicht. "Aber wer weiß, wenn Thomas Strerath, Hans Sarpei oder Benedikt Höwedes mich noch einmal fragen, ob wir nicht gemeinsam etwas machen wollen, dann denke ich vielleicht noch einmal darüber nach. Dass ich vor langer Zeit mal die Domain 'Die-Anderen' gesichert habe, ist kein Geheimnis. Wenn es so wäre, gäbe es endlich eine Antwort auf die Frage, was Die-Anderen denn eigentlich machen und wer sie sind." In der Zwischenzeit widmet er sich lieber seinem Business. "Lassen sie uns über das Thema Naming sprechen, wenn die Widerrufszeit der aktuellen Anmeldung abgelaufen ist." Das wird im Juni der Fall sein.

Vor Kurzem erst musste Raphael Brinkert seiner Firma einen neuen Namen geben, weil sein Partner, der ehemalige Fußballnationalspieler Christoph Metzelder, ausgestiegen war.


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.

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