Anzeige

Kreative Prozesse
Wie der Einsatz von KI den Kreativen helfen kann

Bislang ist der Einsatz künstlicher Intelligenz im kreativen Bereich kaum verbreitet. Dadurch bleiben große Chancen auf der Strecke, sagt Forrester Research in einem aktuellen Forschungsbericht.

Text: W&V Redaktion

10. Januar 2020

Anzeige

Nach wie vor beschränkt sich der Einsatz künstlicher Intelligenz im Marketing größtenteils auf den Mediaeinkauf, auf die Kampagnenoptimierung oder die Suche nach dem perfekten Mediamix. Kreative Tätigkeiten sind dagegen noch weitestgehend in menschlicher Hand, obwohl künstliche Intelligenz auch hier sehr gute Dienste leisten könnte. Das zumindest besagt ein aktueller Forrester-Report mit dem Titel "AI is a new kind of creative partner." Im Titel verbirgt sich bereits eine der Kernaussagen der Untersuchung: KI sollte von Marken und Agenturen als Partner begriffen werden, der den kreativen Prozess nicht nur bestenfalls am Rande begleitet, sondern ihn durch intelligent ausgewertete Daten aktiv mitsteuert. 

Die Vereinfachung kreativer Arbeit - und mehr 

Wirklich kreativ ist künstliche Intelligenz momentan zwar noch nicht, dennoch hält Forrester den Einsatz von KI auch im kreativen Prozess für hilfreich. Künstliche Intelligenz kann beispielsweise die Suche nach Bildern, Gesichtern oder Farben beschleunigen oder die automatisierte Herstellung verschiedenartiger Werbeformate ermöglichen. Die dadurch erreichte Steigerung der Effizienz ist zwar wichtig und willkommen, sie kratzt aber bestenfalls an der Oberfläche der Möglichkeiten, die KI im kreativen Prozess bieten könnte. Laut Forrester Research gehen diese weit tiefer, zum Beispiel wenn ausgewertete Kundendaten bereits in das Kreativ-Briefing einfließen. Die Forscher sehen KI hier als engen Verbündeten, der Marken einen vollkommen anderen Blick auf ihre Kunden ermöglicht und die Ansprache in bessere Bahnen leiten kann. Dazu gesellen sich die Analysen von Customer Journey oder Kundenreaktionen auf ausgespielte Creatives. Erstere helfen dabei, per KI die richtigen Signale zum exakt richtigen Zeitpunkt auszusteuern, letztere bei der Verbesserung von Creatives während einer Kampagne.

Marken und ihre Agenturen

Und wie können Marken die Verwendung von KI im kreativen Prozess optimieren? Für Forrester gehören dazu in erster Linie eine starke Inhouse-Expertise im Bezug auf die eigenen Daten und ein Rechenzentrum ohne Datensilos. Weiterhin sollten Marken ihre Agenturpartner dazu ermuntern, nicht zuletzt aus Kostengründen, mehr KI-gestützte kreative Techniken zu nutzen. Und schließlich ändert sich durch den verstärkten Einsatz von KI auch die Rolle eines Creative Directors. Hier wird es zukünftig mehr und mehr auf Kenntnisse im Bereich der Datenanalyse ankommen, was Forrester als natürliche Evolution betrachtet.

Mehr zu den Themen künstliche Intelligenz und intelligente Kampagnenentwicklung gibt es in der W&V-Ausgabe zum Schwerpunkt "Intelligenz".                   

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Anzeige