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Corona-Krise
Wieden + Kennedy entlässt elf Prozent der Belegschaft

Alle bisherigen Sparmaßnahmen aufgrund der Corona-Krise haben nichts genützt. Das unabhängige Agentur-Netzwerk Wieden + Kennedy muss sich von elf Prozent seiner Mitarbeiter weltweit trennen. 

Text: Anonymous User

22. Juli 2020

Wie stark die einzelnen W+K-Büros (hier Portland) von den Kündigungen betroffen sind, ist nicht bekannt
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Die Corona-Krise fordert ihren Tribut bei dem unabhängigen Agentur-Netzwerk Wieden + Kennedy. Elf Prozent der weltweiten Belegschaft erhalten die Kündigung. "Wir haben darüber verhandelt, so lange wir konnten, aber W+K und COVID-19 haben eine Sackgasse erreicht", zitiert Adweek das Unternehmen. Weil niemand abschätzen könne, wie lange die Krise andauere, habe man eine schwere Entscheidung getroffen. "Wir müssen uns von Menschen verabschieden, die wir lieben. Von elf Prozent unseres Netzwerks", heißt es in der Erklärung. Welche Büros am stärksten betroffen sein werden, wurde nicht bekannt gegeben.

Branchen-Insidern zufolge versuchte W+K zu Beginn der Krise im März, Entlassungen zu vermeiden und an anderen Stellen zu sparen. Darüber hinaus verzichteten führende Mitarbeiter freiwillig auf Teile ihres Gehalts. Gereicht haben die Maßnahmen aber offensichtlich nicht. Um die Folgen ihres Jobverlustes zu mildern, sollen alle betroffenen Mitarbeiter im Schnitt eine Abfindung über vier Monate erhalten. Darüber hinaus unterstützt W+K die Mitarbeiter bei der Suche nach neuen Jobs. 

Das unabhängige Netzwerk von W+K unterhält Büros in Großbritannien, den Niederlanden, Japan, Indien, China und Brasilien. Der Stammsitz ist in New York und Portland. Zu den größten Werbekunden zählen Ford, McDonald's und Nike.

In letzter Zeit sorgte W+K immer wieder für Aufmerksamkeit mit Kampagnen gegen Rassismus. Für Sprite realisierte die New Yorker Niederlassung ein Commercial, das thematisiert, dass die USA das schwarze Amerika vergessen habe. Ebenfalls aus New York stammt ein Social-Media-Clip für McDonald's, der die Namen aller Afroamerikaner auflistet, die durch Polizeigewalt ums Leben kamen. Massenhaft Preise sahnte W+K Portland aber in den vergangenen Jahren mit der Nike-Kampagne "Dream Crazy" mit dem Quarterback-Rebellen Colin Kaepernick ab.

Alles Wichtige zur Coronakrise lesen Sie hier in unserem Liveblog:

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Autor: W&V Redaktion

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