Anzeige

US-Werbeveteran
Will Mark Penn MDC Partners retten?

Die Stagwell Group verhandelt über eine Minderheitsbeteiligung an dem kriselnden Agenturnetzwerk. Penn könnte dann neuer CEO werden.

Text: W&V Redaktion

11. März 2019

Mark Penn verhandelt über einen Einstieg bei MDC.
Anzeige

Die Marketing-Investmentgruppe Stagwell des amerikanischen Werbe-, Meinungsforschungs- und Politikberater-Veterans Mark Penn will offensichtlich eine Minderheitsbeteiligung am kriselnden Agenturnetzwerk MDC Partners übernehmen. Mark Penn könnte im Zuge des Deals neuer CEO bei MDC werden, wie das Wall Street Journal (Paywall) berichtet. Noch sei aber nicht sicher, ob der Deal zustande kommt.

MDC, zu der namhafte Kreativagenturen wie Anomaly, Crispin Porter Bogusky und 72andSunny gehören, befindet sich schon seit Längerem im Krisenmodus und prüft seit Mitte vergangenen Jahres "alle strategischen Optionen", darunter auch einen Verkauf. Laut US-Medienberichten sitzt MDC auf einem Schuldenberg von rund einer Milliarde Dollar.

Penns Stagwell Group, die sich selbst als "Alternative zu den Agenturholdings" bezeichnet, ist erst 2015 mit einer Anschubfinanzierung von 250 Millionen Dollar an den Start gegangen und verzeichnet seither ein starkes Wachstum. Im vergangenen Jahr erreichte sie durch mehrere Übernahmen wie etwa der britischen Digitalagentur Forward 3D bereits einen Umsatz in Höhe von 500 Millionen Dollar.

Berater von Bill Clinton und Tony Blair

Der 65-jährige Mark Penn, Gründer von Stagwell, gehörte schon in den 70er-Jahren zum Gründungsteam des Meinungsforschungs- und Consulting-Unternehmens Penn Schoen Berland (PSB), das später an WPP verkauft wurde. Bei WPP übernahm Penn zusätzlich den CEO-Posten bei Burson-Marsteller.

2012 wechselte Penn zur Microsoft Corporation als Corporate Vice President for Strategic and Special Projects. Einen Namen machte er sich auch als Kampagnen- und Politikberater, unter anderem in den 90er-Jahren für den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton und 2005 für die "Forward not Back"-Kampagne des damaligen britischen Premierministers Tony Blair.

Anzeige