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Martin Sorrell im WiWo-Interview:
"Wir haben uns für reines Digitalgeschäft entschieden"

Nachdem sich Martin Sorrell bei WPP zurückgezogen hat, will er sich ganz aufs Digitalgeschäft konzentrieren. Was das heißt, sagt er im Interview mit der Wirtschaftswoche. 

Text: W&V Redaktion

23. Juli 2018

Martin Sorrell
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Noch immer sind die Gründe, warum Martin Sorrell bei WPP hingeschmissen hat, nicht ganz klar. Viele unbestätigte Spekulationen stehen im Raum. Auch im Interview mit Yvonne Esterhazy in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftswoche wird er nicht konkret. Stattdessen wird er ungehalten: 

Auf die Frage, ob er nicht zwischen Ausgaben für Berufliches und Privates getrennt hatte, kritisiert er seine Gesprächspartnerin, sich nicht richtig informiert zu haben. "Ich bin schockiert", zitiert ihn das Magazin. "Sie sollten mir ein Minimum an Respekt zeigen." Auch die Antwort auf die Frage, ob die Gerüchte stimmen, dass er mit Firmengeldern eine Prostituierte bezahlt hätte, verweigert er. 

"Im Digiatlgeschäft ist das Wachstum"

Zu seinen Zukunftsplänen erzählt er mehr. Vor Kurzem hat er mit seiner Holding S4 Capital die niederländische Digitalagenturgruppe Mediamonks für 300 Mio. Euro gekauft. "Wir haben uns für ein reines Digitalgeschäft entschieden, weil dort das Wachstum ist", sagt er. Mediamonks sei nur der Anfang. Ziel sei es, sich in drei Bereichen aufzustellen: Contentproduktion für digitale Kanäle, Datenanalyse und der Einkauf digitaler Werbezeiten.

Die drei größten Trends, die er bei den Ansprüchen der Kunden sieht, sind mehr Qualität und Kreativität, schnellere Umsetzung und mehr Effizienz, um Geld zu sparen. Auf dem deutschen Markt ist Sorrell bisher noch nicht aktiv. Auch wenn er Gespräche führe, wie er sagt. Deutschland sei als größte europäische Wirtschaftsmacht interessant, wegen seiner internationaler Konzerne und wegen des erfolgreichen Mittelstands, sagt er. Auch in Zeiten des Brexits werde Deutschland immer wichtiger. 

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