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"Start-up-Report" von Jung von Matt
Woran es zwischen Agenturen und Startups hakt

Warum Startups und Agenturen nur schwer zueinanderfinden und wie es künftig besser gelingen kann: Diesen Fragen ist Jung von Matt auf den Grund gegangen. Das "Manifest der Mutigen" zeigt hierfür Wege auf.

Text: W&V Redaktion

12. Oktober 2020

Autor des "Manifests der Mutigen" ist Jonas Bailly, Geschäftsführer von Jung von Matt/Havel in Berlin.
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Das Verhältnis zwischen Agenturen und Startups ist kompliziert. Und man fragt sich verwundert: Warum ist das so? Beide Seiten halten sich ja schließlich für besonders kreativ, offen, zupackend und mutig. Das müsste doch passen. Eigentlich.

"Es ist noch nicht lange her, da haben sich Agenturen als lernende Organisationen verstanden. Sie waren agil, hungrig, lernbereit. Doch dann – irgendwann in den letzten zwei Jahrzehnten – begannen sie, behäbig, satt und bequem zu werden, so wie die Konzerne, die sie seit langem betreuten", schreibt Jung von Matt in der Ankündigung seines "Start-up-Report 2020". Haben sich die Agenturen inzwischen tatsächlich so weit von den neuen "Kulturchampions", den Startups, entfernt?

Agenturen meiden oft die Zusammenarbeit mit Startups, weil sie als sehr betreuungsintensiv gelten. Die Startups selbst empfinden die Kooperation mit Agenturen häufig als umständlich und teuer. Deshalb setzt der überwiegende Teil der Befragten im Jung von Matt-"Startup-Report" auf Freelancer oder Inhouse-Experten. Im Rahmen des Reports hat die Agentur mit 14 Gründerinnen und Gründern, Start-up-Experten und Venture-Capital-Profis gesprochen.

Viele Startups befassen sich kaum mit der Marke

Dabei kam unter anderem heraus, dass sich die Startups mit dem Thema Marke viel zu spät, manchmal sogar überhaupt nicht befassen. Alle Befragten legten ihren Fokus eindeutig auf Performance Media. Langfristig könnte diese Strategie aber ins Auge gehen. "Die Umsätze müssen irgendwann schneller wachsen als die Kosten. Dabei hilft eine starke Marke sehr", sagt Nawid Ali-Abbassi, Principal bei HV Ventures.

Instrumente und Methoden, die für Konzerne wunderbar funktionieren, sind aber mit der Startup-Kultur offenbar nur bedingt kompatibel. Die aktuelle Krise kommt da noch erschwerend hinzu. "Viele denken, dass sie alles inhouse machen können - aber eine Sache, die man nur schwer inhouse kann, ist Kreativität und Big Ideas", gibt Nico Hribernik, Gründer von Spring/Wellster Healthtech, zu bedenken.

Mit diesem "Manifest der Mutigen" appelliert Jung von Matt deshalb an beide Seiten:

Geht gemeinsame Wege

{Agenturen} BRECHT AUF: Folgt den Champions von morgen – rüstet sie mit starken Marken!

{Start-ups} WAPPNET EUCH: Setzt nicht nur auf Performance – greift zum scharfen Schwert Marke!
 

Hört einander zu

{Agenturen} HINTERFRAGT EUCH: Seid kreativ bei Produkten und Vertrieb – tut für euch, was ihr auch für andere tut!

{Start-ups} SCHÄRFT DEN BLICK: Fragt nicht nur, was Agenturen kosten – hört euch auch an, welche Wert sie schaffen!

Setzt auf Verbündete

{Agenturen} ERWEITERT DEN KREIS: Fragt euch, wie es gehen kann – wenn ihr selbst nicht investiert, holt die Investorin oder den Investor mit ins Boot!

{Start-ups} LASST EUCH HELFEN: Nutzt eure Partner – Business-Angels und VCs schlagen die Brücke zur Agenturwelt! 

Nutzt Marke als Kern, nicht als Hülle

{Agenturen} ZEIGT FLAGGE: Geht voran und schafft Fakten – zeigt die Wirkung der Marke!

{Start-ups} BEKENNT EUCH: Eure Marke ist nicht nur euer Wappentier – sie ist auch euer Zugpferd!

Reicht euch die Hände

{Agenturen} HABT MUT: Verlasst die Komfortzone – geht in den Dialog mit den Startups, dann werden sie es euch gleichtun.

{Start-ups} HABT MUT: Riskiert die Langfristigkeit – gebt Agenturen eine Chance, dann werden sie zeigen, was sie für euch tun können.


Autor: W&V Redaktion

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