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ANA-Studie
Zahl der Inhouse-Agenturen nimmt rapide zu

Die Mehrheit der Unternehmen arbeitet dennoch auch mit externen Dienstleistern zusammen. Die müssten aber differenzierte und hochwertige Leistungen erbringen.

Text: W&V Redaktion

16. Oktober 2018

ANA-CEO Bob Liodice.
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Mehr als drei Viertel der Mitgliedsunternehmen der amerikanischen Association of National Advertisers (ANA) verfügen mittlerweile über die eine oder andere Form einer Inhouse-Agentur. Dennoch arbeitet die große Mehrheit von ihnen auch weiterhin mit externen Dienstleistern zusammen. Dies ist das Ergebnis der ANA-Studie "The Continued Rise of the In-House Agency", bei der 412 Mitgliedsunternehmen der US-Branchenorganisation befragt wurden.

Die Zahl der Unternehmen mit eigener Inhouse-Agentur ist danach in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: Verfügten 2008 erst 48 Prozent der Mitgliedsunternehmen über eigene Kreative, waren es 2013 schon 58 Prozent und laut der aktuellen Studie sind es nun bereits 78 Prozent.

Darüber hinaus gaben 90 Prozent der befragten Unternehmen an, dass das Arbeitsvolumen ihrer Inhouse-Agentur im vergangenen Jahr zugenommen habe, darunter 65 Prozent, die erklärten, die Arbeitsmenge habe sogar sehr stark ("a lot") zugenommen.

Effizienz, Markenkenntnis, Schnelligkeit

Als Vorteile einer Inhouse-Agentur nannten die Unternehmen vor allem die Kosteneffizienz, gefolgt von einem "besseren Verständnis der eigenen Marken" und die Schnelligkeit. Fast 80 Prozent gaben an, mit der Arbeit der eigenen Inhouse-Agentur in hohem Maße zufrieden zu sein, 37 Prozent sagten sogar, sie seien absolut zufrieden ("completely satisfied").

Wie die Studie weiter ergab, übernehmen die Inhouse-Agenturen inzwischen Aufgaben in zahlreichen Feldern – von der Strategie über die Kreation sowohl im klassischen wie im digitalen Bereich bis hin zur Mediaplanung und zum Mediaeinkauf.

Die Studie zeige, so ANA-CEO Bob Liodice, dass die Inhouse-Agenturen sich nicht länger auf "Low-hanging Fruits", also schnell und leicht zu erledigende Aufgaben wie die Erstellung von Promotion-Material oder Videos für interne Zwecke, beschränkten. Externe Dienstleister seien dadurch gefordert, sehr differenzierte und hochwertige Leistungen anzubieten.

Externe Dienstleister weiter gefragt

Trotz dieser Zunahme der Zahl der Inhouse-Agenturen und des steigenden Arbeitsvolumens sagten aber auch 90 Prozent der befragten Unternehmen, dass sie weiterhin mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten.

Die Ergebnisse der ANA-Umfrage deckt sich in weiten Teilen mit einer ähnlichen Studie des In-House Agency Forum (IHAF) unter 325 Unternehmen sowie internen und externen Agenturen (W&V berichtete). Laut dieser Studie, die Mitte des Jahres veröffentlich wurde, erklärten 64 Prozent der befragten Unternehmen, dass sie bereits über eine Inhouse-Agentur verfügen.

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