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Coronavirus
Zum goldenen Hirschen führt Corona-App ein

Die Werbeagentur arbeitet offenbar an einer Kampagne für die geplante Tracing-App. Sie soll die Deutschen dazu bewegen, sich die Anwendung runterzuladen, denn der Unwille wächst.

Text: W&V Redaktion

15. Mai 2020

Die Hirsche haben sich einen prestigeträchtigen Auftrag gesichert. Sie führen die Corona-App der Bundesregierung ein.
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Die technischen Details sind noch nicht geklärt, trotzdem sitzt die Bundesregierung bereits an der Kampagne für ihre Corona-App. Einem Bericht des Spiegels zufolge soll die Hausagentur der Regierung, Zum goldenen Hirschen, die App gestalten und bewerben, damit die Bürger sie freiwillig auf ihre Smartphones laden. Eine Bestätigung dafür liegt noch nicht vor.

Die Tracing-App wird derzeit von SAP und der Telekom-Tochter T-Systems gebaut. Das Nachrichtenmagazin schreibt, die Applikation solle in blau und rot gehalten sein. Als Logo sei ein großes C vorgesehen, gleich einem stilisierten Virus. Heißen soll das Angebot "Corona Warn App".

Huawei ist draußen

Offen ist noch der Slogan: "Unsere App-Traktion des Jahres" und "Diese App kann nichts, außer Leben retten" hat die Agentur anscheinend vorgeschlagen, aber auch: "Kleine App, große Wirkung", schreibt der Spiegel. Die App der Bundesregierung wird auf den Betriebssystemen von Google, Android, und Apple, iOS, laufen, nicht aber auf dem von Huawei.

Die Kampagne muss möglichst viele Menschen davon überzeugen, sich die App zu holen. Die Bereitschaft, sich das Warninstrument zu holen, sinkt nämlich: Nach einer jüngeren Umfrage der Uni Erfurt mit 1007 Befragten sind nur 44 Prozent dazu bereit, in der Woche davor waren es noch 48 Prozent. Damit hat sich die Hirschen-Gruppe auch einen Auftrag ins Haus geholt, der noch für kontroverse Debatten sorgen könnte.

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Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.

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