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Entscheidung
Amazon wählt zwei Unternehmenszentralen aus

Nach über einem Jahr ist die Entscheidung gefallen: Amazon-Chef Jeff Bezos betreibt zukünftig drei Hauptquartiere. Zwei Standorte an der Ostküste machen das Rennen. 

Text: W&V Redaktion

14. November 2018

Der Amazon-Hauptsitz Seattle soll entlastet werden.
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Der US-Konzern Amazon leistet sich zukünftig drei Hauptquartiere. Das Unternehmen wollte ursprünglich nur nach einem zweiten Standort im Heimatmarkt Ausschau halten, um den bisherigen Sitz Seattle zu entlasten. Die Suche läuft bereits seit September 2017. Über 230 Städte und Regionen hatten sich bei Amazon-Chef Jeff Bezos mit teils bizarren Kampagnen beworben. Im Januar stellte das Unternehmen dann die 20 aussichtsreichsten Kandidaten vor.

Die Entscheidung: Die entstehenden Arbeitsplätze und die nötigen Büroflächen sollen zwischen Long Island City (New York City) und National Landingin Arlington (Nord-Virginia) aufgeteilt werden. In jeder Stadt sollen je 25.000 Jobs entstehen. Arlington punktete wohl mit seiner unmittelbarer Nähe zu Washington D.C.. Amazon hatte sich eine Stadt oder Region mit mindestens einer Million Einwohner gewünscht und eine gute Flughafen-Anbindung.

Ein Grund für diese doppelte Wahl: Amazon hofft auf diesem Weg, leichter qualifiziertes Personal zu finden. Ein weiteres wichtiges Thema: Ein einzelner Standort und dessen Infrastruktur soll nicht von dem Amazon-Ansturm überfordert werden. Denn gerade in den USA wachsen die Vorbehalte hinsichtlich der Veränderungen, die häufig mit der Ankunft großer Konzerne einhergehen. So drohen bei Zuzug hoch bezahlter Tech-Arbeitskräfte die Mieten und Lebenshaltungskosten für die restliche Bevölkerung zu explodieren. Dieses Phänomen ist etwa in der kalifornischen Bay Area mit der Metropole San Francisco nahe der IT-Hochburg Silicon Valley zu beobachten, aber auch an Amazons bisher einzigem Hauptsitz in Seattle. 

Ein Trostpflaster bleibt für Nashville (Tennessee) übrig: Dort will Bezos ein "Center of Excellence" errichten und 5.000 Stellen schaffen. Das Unternehmen zählt aktuell rund 613.300 Angestellte. 

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