Anzeige

Circular Economy
Burda engagiert sich stärker bei Kleiderkreisel

Seit 2015 ist Hubert Burda bei Vinted dabei, dem Mutterkonzern der Tauschbörse Kleiderkreisel. Jetzt erhöhten die Münchner ihren Anteil - und machen Vinted damit zum Unicorn.

Text: W&V Redaktion

28. November 2019

Thomas Platenga ist CEO von Vinted.
Anzeige

Getragene Sachen kaufen und verkaufen -  das ist das Geschäftsmodell des litauischen Startups Vinted. Nach der schweren Krise 2016 und einem Strategieschwenk, geht es jetzt wieder aufwärts. "Für 2019 wird ein Bruttowarenumsatz von 1,3 Milliarden Euro für Vinted erwartet", sagt Thomas Plantenga, Geschäftsführer von Vinted. Die gut 180.000 Second-Hand-Modeartikel werden in elf Märkten vertrieben. Mit der Bewertung des 2008 gegründeten Unternehmens mit über einer Milliarde Euro hat das Unternehmen nun den Unicorn-Status erreicht und ist Europas größter internationaler Online-Marktplatz für Second-Hand-Mode.

Die Bewertung fand im Rahmen einer Finanzierungsrunde von über 128 Millionen Euro statt, die vom US-amerikanischen Risikokapitalgeber Lightspeed Venture Partners geleitet wurde, der bereits in den asiatischen Fahrdienst Grab und die Snapchat-Mutter Snap investiert hat. An der Runde beteiligte sich auch das Münchner Medienunternehmen Burda mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Über seinen Investment-Arm Burda Principal Investments ist das Medienhaus seit 2015 am Kleiderkreisel, dem deutschen Ableger von Vinted, beteiligt. 

Seit der letzten Finanzierungsrunde im August 2018 ist die Markenbekanntheit des Circular Economy-Unternehmens deutlich gestiegen, der Umsatz hat sich in den letzten 17 Monaten vervierfacht. Daneben hat Vinted mit dem Aufbau einer integrierten internationalen Plattform begonnen, marktübergreifende Versandrouten erschlossen und seine Geschäfte auf die Niederlande, Belgien und Spanien ausgeweitet.

Um weiter zu wachsen und seinen Mitgliedern einen noch besseren Service zu bieten arbeitet das Unternehmen am Ausbau seines europäisches Teams, das derzeit über 300 Mitarbeiter umfasst. Der Ausbau unterstreicht die wachsende Attraktivität von Second-Hand-Mode weltweit: Allein in Europa wird der Markt auf 13 Milliarden Euro geschätzt.

Anzeige