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Umfrage
Das denken die Deutschen über E-Scooter

Noch kommen die Roller bei den Nutzern nicht richtig an: 70 Prozent der Befragten haben bislang keines der Gefährte benutzt.

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Text: W&V Redaktion

22. Oktober 2019

Reizthema E-Scooter: Die Roller haben noch nicht allzuviele Fans.
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In diesem Sommer wurde in 29 großen Städten in Deutschland alles anders. Denn dann trat ein neues Fortbewegungsmittel auf den Plan – der E-Scooter. Und löste in der Öffentlichkeit eine heftige Diskussion aus. Tolle Idee – oder doch eher ein gefährlicher und überflüssiger Mumpitz?

Mittlerweile sind einige Monate vergangen, man hat sich an den Anblick gewöhnt, die Diskussion hat sich beruhigt. Aber wie sieht die Meinung des Publikums mittlerweile tatsächlich aus? Das wollten die Marktforscher von Brandwatch wissen – und starteten zu dem Zweck eine ausführliche Analyse. Für diese wurden unter anderem 228.000 deutschsprachige öffentlich verfügbare Online-Beiträge ausgewertet, die im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2019 gepostet wurden. Ergänzend dazu gab es eine Umfrage mithilfe des Mobile Survey Tools Qriously, in der 2000 Konsumenten in Deutschland nach ihrer Meinung zu E-Scootern befragt wurden.

Über zwei Drittel sind Scooter-Gegner

Erstes Fazit: Die E-Scooter sind noch nicht im Alltag angekommen. 70 Prozent der Befragten haben noch nie einen Scooter genutzt – und haben es auch nicht vor. Von denen, die die Roller getestet haben, gaben 44 Prozent an, dies erst ein einziges Mal getan zu haben. Weitere 29 Prozent fuhren "ein paar Mal" mit den Rollern, 16 Prozent nutzen sie täglich, und nur 5 Prozent steigen mehrmals in der Woche auf das Gefährt.

Wer sorgt für die meisten Gespräche im Social Web?

Eine Hauptursache für das zögerliche Verhalten dürften die Themen Sicherheit, Umweltaspekte sowie Preise sein. Top-Themen auf Social Media sind jedenfalls Unfälle, Diskussionen über eine Helmpflicht, Alkoholgrenzen und die Einführung eines E-Scooter-Führerscheins. Zu den Umweltthemen zählen die Entsorgungsproblematik, Nachhaltigkeit, aber auch die Frage, ob E-Scooter eine Alternative zu Autos sind. Das Thema Umwelt wird übrigens am heftigsten auf Twitter diskutiert. Die negative Wahrnehmung wird neben den Unfällen auch durch kaputte E-Scooter und zugestellte Fußgänger- und Radwege verstärkt – hinzu kommt, dass solche Beiträge auch noch häufiger geteilt und kommentiert werden als positive Beiträge.

Bei den Männern kommen die Roller besser an: 14 Prozent der männlichen Teilnehmer der Befragung haben bereits einen E-Scooter genutzt, bei den Frauen waren es nur 4,4 Prozent. 77,2 Prozent der Frauen wollen auch in Zukunft auf die Nutzung eines E-Scooter verzichten.

Tier und Lime sind Thema auf Social Media

Und wer von den Anbietern ist in Social Media überhaupt ein Thema? Mehr als die Hälfte der Gespräche drehen sich um die Marken Tier und Lime. Weit abgeschlagen ist Bird mit 11,0 Prozent, gefolgt von Voi und Circ. Das Abschneiden von Bird ist vor allem mit dem späten Markteinstieg in Deutschland zu erklären.

Dafür kann Bird die meisten Follower  auf Instagram (88.788) vorweisen. An zweiter Stelle folgt Lime mit 75.953 Follower. Voi, Tier und Circ kommen jeweils nur unter 20.000 Follower auf Instagram. Voi nutzt als einziger Anbieter Carousel Posts. Circ hat im untersuchten Zeitraum als einziger Anbieter kein Video gepostet.

Der Facebook-Kanal von Circ hat zwar die wenigsten Follower (3.484) von allen Mitbewerbern, kann dafür aber die höchste Interaktionsrate aller Anbieter aufweisen. Den größten Zuwachs an Fans verzeichnete Lime während des Untersuchungszeitraums. Das Unternehmen sichert sich mit 49.357 Fans daher Platz 1, gefolgt von Bird mit 43.371 Fans.

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