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Redesign
Designer verreißen das neue Slack-Logo

Die bunte Raute hat ausgedient, der Messenger-Dienst Slack hat sich zum Jahresstart ein neues Logo zugelegt, das allerdings nicht bei allen ankommt. "Beliebig" ist noch einer der eher harmlosen Vorwürfe.

Text: W&V Redaktion

17. Januar 2019

Bunt, aber andere Form: Das neue Slack-Logo
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Seit der Collaboration-Dienst Slack  in seinem Unternehmens-Blog das neue Logo vorgestellt hat, tobt die Diskussion im Netz.

"Stellt Ihr jetzt Wassersprinkler her?" fragte einer der User und bezieht sich auf die Tropfen im Logo - die allerdings Sprechblasen symbolisieren sollen. "Sie hatten ein ikonographisches Bild und haben es durch etwas völlig Beliebiges ersetzt", kommentiert anonym ein Marketing-Experte in einem Forum. Er hat auch eine Vermutung, was die Ursache ist. Oft komme ein neuer CMO (Chief Marketing Officer) und der wolle sein "Revier markieren". Tech-Firmen hätten ein Problem damit, dass dort Personen ins Marketing aufsteigen, die die Grundlagen des Fachs nicht beherrschen.

Aber wie begründet Slack seine Wahl?

Das alte Logo mit seinen elf Farben und den rechten Winkeln sei "extrem knifflig" gewesen und sei oft bei der Darstellung verhunzt worden. Bislang habe Slack auch für verschiedene Apps und Darstellungen auf dem Desktop jeweils andere Logos verwendet. Damit ist nun Schluss. Deshalb lautet nun die Ansage: "Ein schlichtes Logo mit noch höherem Wiedererkennungswert ist dafür besser geeignet."

Das alte und das neue Logo:

Das alte Logo, das an das Rauten-Symbol (aka "Hashtag") erinnert, stammt aus dem Jahr 2013. Zum neuen Entwurf sagt Slack: "Wir finden, dass es eine schlichtere Farbpalette hat, ausgereifter ist, aber dennoch vermittelt, was auch das Original ausmacht. Das neue Logo ist auch eine Weiterentwicklung, und zwar eine, die sich leichter skalieren lässt und die in vielen Kontexten einfach besser funktioniert."

Bei Slack war neben CEO Stewart Butterfield das hauseigene Design- und Marken-Team mit der Aufgabe betraut. Die Entwicklung unterstützt hat der Designer Michael Bierut und seine Firma Pentagram Productions, die auf ihrer Website auch nochmal das Projekt aus ihrer Sicht vorstellen. Hier lassen sich auch verschiedene Logo-Entwürfe, die dann nicht zum Zuge kamen, sowie Vorschläge für Werbeanzeigen und andere Verwendungsmöglichkeiten anschauen.

Was vielen Kommentatoren am stärksten missfällt: das Logo erinnert sie an eine Swastika, ein altindisches Symbol mit vier abgewinkelten Armen, das es unter den Nationalsozialisten zu unrühmlicher Bekanntheit brachte. Aber es gibt auch einige Vorschläge, wie man es hätte besser machen können.

Einige Kommentare aus dem Netz:

Positive Stimmen gibt es auch - wenige:

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