Anzeige

SIMSme
Deutsche Post verkauft ihren Messenger an Brabbler

Das Unternehmen Brabbler übernimmt den Messenger SIMSme. Die Deutsche Post sichert sich im Gegenzug zehn Prozent an der Firma.

Text: W&V Redaktion

13. März 2019

Der Messenger SIMSme richtet sich vor allem auch an Geschäftskunden.
Anzeige

Die Deutsche Post stößt ihren als WhatsApp-Konkurrenz konzipierten Messenger-Dienst SIMSme ab. Der Käufer: die Firma Brabbler, die bereits die verschlüsselte Kommunikationsplattform Ginlo betreibt. Über den Kaufpreis schweigen die beiden beteiligten Unternehmen. Ihr Botschaft für die Nutzer lautet jedoch: es ändert sich nichts. Der Dienst bleibe für Privatkunden weiterhin kostenlos.

SIMSme kam 2014 auf den Markt. Die Post warb unter anderem mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und damit, dass die Daten ausschließlich auf Servern in Deutschland gespeichert werden. Im Verbrauchermarkt spielt SIMSme auch nach einer Generalüberholung im vergangenen Jahr kaum eine Rolle. 

"Wir verkaufen SIMSme zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage gerade bei Geschäftskunden anzieht und deshalb die Entwicklungskapazitäten stark ausgebaut werden müssen. Die Brabbler AG mit ihrer Expertise in der digitalen Kommunikation, einem kompetenten Entwicklerteam und großer Erfahrung im Vertrieb digitaler Services ist genau der richtige Partner, um unser erfolgreiches Produkt auf die nächste Stufe zu heben", so Marco Hauprich, Senior Vice President Digital Labs Deutsche Post AG.

Die Brabbler AG hatten 2015 unter anderem die GMX-Gründer Karsten Schramm, Eric Dolatre und Peter Köhnkow ins Leben gerufen. Als Teil des Deals steigt die Post mit zehn Prozent bei der Firma ein. 

Im Herbst hatte die Post bereits den Online-Supermarkt Allyouneed Fresh an das Unternehmen Delticom abgegeben. 

Anzeige