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Interview
Ebays Vier-Punkte-Plan für Deutschland

Die Kundengruppe, die am stärksten wächst, sind die Millennials, sagt Eben Sermon, Deutschlandchef für Ebay. Wie er nicht nur sie für Ebay begeistern will.

Text: W&V Redaktion

10. April 2019

Eben Sermon, Ebay.
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Noch dominiere der Kundentyp "männlich 45+", räumt Ebay-Deutschlandchef Eben Sermon ein. Aber um jüngere User anzusprechen hat Ebay die Shopping-App Catch gelauncht, die soeben die Beta-Phase hinter sich gelassen hat. "Wir haben Catch als Beta im Herbst 2018 gestartet, um mit einem unterhaltsamen und inspirierenden Erlebnis und trendigen Produkten die so genannten Young Value Shoppers anzusprechen, die es lieben, zu stöbern und zu browsen", sagt Sermon. "Wir haben gelernt, dass der Haushalt eines Young Millennial Shoppers offenbar erst mit einer Tasse mit Lama-Motiv oder einem aufblasbaren Getränke-Halter in Flamingo-Form komplett ist – wer hätte das gedacht."

Nach und nach hat Ebay die Features erweitert: Nutzer können sich über Social Login anmelden und Benutzeraccounts sowie Wunschlisten anlegen und werde über zeitlich begrenzte Deals informiert. Catch wird tatsächlich vor allem mobile genutzt: Seit dem Start erfolgten 76 Prozent aller Seitenaufrufe über ein Smartphone und zusätzliche acht Prozent über ein Tablet. Ähnlich hoch sind die Zahlen bei mobilen Transaktionen. 70 Prozent aller Käufe wurden über ein Smartphone abgeschlossen und neun Prozent über ein Tablet.

Werbung alleine ist nicht das Erfolgsrezept, um neue Kunden zu gewinnen, bekennt Sermon im Interview mit dem "Tagesspiegel". Statt dessen will sich Sermon auf diese vier Schwerpunkte konzentrieren:

1. neue und vor allem jüngere Kunden gewinnen.

2. das Inventar erweitern, z.B. durch exklusive Angebote und Markenkooperationen

3. kleinen Händlern helfen, noch einfacher online verkaufen zu können.

4. dafür sorgen, dass unsere deutsche Seite einwandfrei funktioniert.

Wie sehr der Brexit das Ebay-Geschäft bedroht und wie sich Sermon - selbst Brite - dafür wappnet, lesen sie hier im vollständigen Interview beim "Tagesspiegel".

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