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E-Commerce
Echte Schnäppchen sind am Black Friday rar gesät

Eine Auswertung des ZDF-Magazins "WISO" ergab: Mehr als zwei Drittel der beobachteten Preise bleiben unverändert.

Text: W&V Redaktion

19. November 2018

Düstere Aussichten - nur wenige Produkte werden wirklich stark reduziert.
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Der Black Friday rückt näher, das Shoppingfieber steigt – doch wirklich große Rabatte sind an diesem Tag tatsächlich oft nur schwer zu finden. Das hat zumindest die Preisanalyse der ZDF-Sendung "WISO" ergeben.

Das Wirtschaftsmagazin hat mehr als 3000 Produkte und fast zwölf Millionen gesammelte Einzelpreise rund um den Black Friday 2017 ausgewertet. Das Resultat: Tendenziell spart der Kunde am Black Friday nicht mehr oder weniger als an einem durchschnittlichen anderen Tag des Jahres.

Intensive Beobachtung

Insgesamt 3068 Produkte - vom Handy über den Toaster bis zur Waschmaschine - wurden für die "WISO"-Analyse mehr als ein halbes Jahr lang beobachtet und dabei mehrmals täglich die Preise dokumentiert. Der Beobachtungszeitraum begann rund zwei Monate vor dem Black Friday vergangenen Jahres und endete etwa vier Monate danach.

Der Preis von rund 68 Prozent der beobachteten Produkte blieb dabei im gesamten Beobachtungszeitraum identisch. Und auch am Black Friday änderte sich ihr Preis also nicht. Jedes siebte Produkt war vor oder nach dem Black Friday sogar bis zu zehn Prozent teurer - die Ursache dafür kann den Experten zufolge allerdings auch die normale Preisschwankung im Online-Handel sein.

Echte Schnäppchen sind in der Minderheit

Und wo waren sie nun, die wirklichen Schnäppchen? Rabatte von 20 Prozent gab es am Black Friday nur bei 3,7 Prozent, Rabatte von 30 Prozent sogar nur bei 1,9 Prozent der 3068 beobachten Produkte. Also bei rund knapp 60 Artikeln. Und die wirklich günstigen Gelegenheiten mit Rabatten von 40 Prozent und mehr gab es gerade mal bei 15 Produkten – das sind weniger als ein Prozent.

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