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US-Basketball
Facebook kauft weiter Sportrechte auf

Facebook kauft weiter Sportrechte ein und ist nach Dazn und Amazon hierbei am erfolgreichsten.

Text: W&V Redaktion

16. November 2017

"Sports on Facebook" - das Logo von Facebooks Sportinhalten
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Facebook meint es durchaus ernst mit dem Einstieg in den Live-Sport. Jetzt wurde in den USA bekannt, dass 47 Spiele aus dem College Basketball zwischen November und März gezeigt werden. Bereits im Sommer hatte Facebook die Streamingrechte an 15 Spielen im College Football erworben. In beiden Fällen geht es zwar nicht um die ganz großen Universitäten. Aber der TV-relevante Sport der NCAA-Unis, die sich in gut 10 wichtigen und 15 weiteren Ligen organisiert haben, ist immens beliebt. Im Basketball wie auch im Football erzielen die guten Colleges regelmäßig Spitzenquoten im Fernsehen. Wenn es um die Finals geht, dann halten die Werte durchaus mit den Profis der NBA oder der NFL mit.

Rechtepoker zwischen Facebook, Amazon, Twitter und Google 

Nur im wirklich großen Rechtepoker um die großen Ligen geht Facebook im Moment noch regelmäßig leer aus. Der Versuch, für 600 Mio. Dollar Rechte für die indische Cricket Liga zu bekommen, scheiterten in diesem Sommer. Hier hatte Rupert Murdochs Sender Star für 2,6 Mrd. Dollar die Gesamtrechte erworben. Bei der Vergabe der NFL-Footballspiele hatte Facebook Anfang des Jahres ebenfalls das Nachsehen. Konkret ging es hier um zehn Partien am Donnerstag Abend. Das ist zwar nicht das Highlight im NFL-Rechtepaket, aber ein Anfang. Unter den Bietern waren auch Amazon und Googles Youtube sowie Twitter. Letzterer hatte bereits Spiele gestreamt. Doch diesmal setzte sich Amazon durch und zahlt für zehn Partien laut dem Wall Street Journal 50 Mio. Dollar - das fünffache dessen, was Twitter zuvor an die NFL überwiesen hatte. Nur zum Vergleich, 2016 zahlten die Sender CBS, Fox, NBC und ESPN/ABC in etwa fünf Mrd. Dollar an die NFL-Clubs. 

Der großer Gegner heißt Dazn

Amazon hält derzeit in Deutschland die digitalen Audio-Rechte für die Bundesliga. Aber in Asien und Europa heißt der große Gegner der US-Plattformen und der deutschen Sender Dazn. So zeigt die Perform-Tochter seit dieser Saison die Highlights der Bundesliga im Web. Ab der kommenden Saison kommen die Champions League und die UEFA Europa League hinzu. Zudem hat das selbsterklärte Netflix des Sports in vielen Märkten die meisten internationalen Sportligen wie NFL, NHL, NBA sowie die Spitzenligen aus England, Spanien, Italien und Frankreich im Programm. Aber das sind alles kleine Fische im Vergleich zu den 1,8 Mrd. Euro, die CEO James Rushton allein für die gesamten Rechte an der japanischen J-League für zehn Jahre auf den Tisch legt. 

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