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Portal für digitale Dienstleistungen
Fiverr legt in Deutschland los

Als Online-Marktplatz für kreative und digitale Dienstleistungen will Fiverr von Berlin aus vor allem deutsche Startups überzeugen. 

Text: W&V Redaktion

29. November 2018

Falco Kremp baut von Berlin aus das Deutschland-Geschäft von Fiverr auf.
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Das israelische Startup Fiverr startet seinen Online-Marktplatz für kreative und digitale Dienstleistungen nun auch in Deutschland. Seit Donnerstag steht eine lokalisierte Version der Plattform mit zahlreichen länderspezifischen Funktionen zur Verfügung. Fiverr habe bereits Stand heute rund 130.000 Nutzer aus Deutschland, sagt Falko Kremp der dpa.

Kremp wird als Country Manager den Aufbau des Geschäfts in Deutschland verantworten. Der Gründer der Talent-Buchungs-Plattform Inselberg und ehemalige Mitarbeiter von Rocket Internet soll seine unternehmerische Erfahrung in die neue Rolle einbringen, heißt es zur Personalie aus Berlin.

Konzept von Fiverr: Freiberufler können für einen Startpreis ab fünf Euro dort ihre Dienstleistungen anbieten. Doch auch Größen wie der Grafik-Designer Rob Janoff, der einst das Apple-Logo entworfen hat, zähle zu den Anbietern, betonte Kremp.

Wen Fiverr ansprechen will

Den Fokus wolle Fiverr hierzulande auf kleine und mittelgroße Unternehmen sowie Startups legen. Den richtigen Freiberufler zu finden, sei oft zeitraubend, erst recht, wenn man seine Niederlassung nicht in Städten wie Berlin oder Hamburg hat, so Kremp. Über Fiverr könnten Freiberufler ihre Dienste anbieten - vom Logo-Design über App-Programmierung bis hin zu Übersetzungsaufgaben.

Im Jahr 2011 hatte Fiverr kurz nach der Gründung des Unternehmens neben Israel und dem bisherigen Hauptmarkt USA bereits einen ersten Anlauf in Deutschland gewagt. Nun solle der Start mit der Gründung einer lokalen Community, Service-Angeboten sowie verschiedenen Informationsveranstaltungen unterfüttert werden. Ein bislang noch fünfköpfiges Team leitet die Geschäfte künftig aus der neuen Niederlassung in Berlin.

Fiverr-CEO Micha Kaufman verspricht sich viel vom deutschen Markt: "Unsere Umfragen zeigen, dass Made in Germany bei Dienstleistungen international ein klares Qualitätssiegel ist. Ab sofort werden wir uns darauf konzentrieren, weiteren deutschen Freiberuflern den Zugang zu einem globalen Markt zu ebnen und unsere deutsche Community zu erweitern." Das Ziel von Fiverr sei der Aufbau eines grenzenlosen globalen Marktplatzes für die Zukunft der Arbeit.

Micha Kaufmann, CEO von Fiverr.

Über den Marktplatz wurden seit der Gründung 2010 nach Angaben des Unternehmens mehr als 40 Millionen Dienstleistungen in über 200 Service-Kategorien aus 190 Ländern verkauft. Kleine und mittlere Firmen machen demnach 85 Prozent der Auftraggeber aus.

ps/dpa

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