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Video Monetisation Report
Geschäft mit Video-Ads boomt

Video-Ad-Views steigen und steigen und erobern mehr und mehr die großen Bildschirme. Die Comcast-Tochter Free Wheel hat den Video Monetisation Report (VMR) für das dritte Quartal 2017 veröffentlicht.

Text: W&V Redaktion

18. Dezember 2017

Fernsehen heute, das heißt immer öfter: online Videos schauen im Wohnzimmer auf dem großen Bildschirm.
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Die Zahl der Video-Ad-Views in Europa ist im dritten Quartal 2017 um 31 Prozent gewachsen, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sind die Videostarts um 35 Prozent gestiegen. Free Wheel, ein eigenständiges Tochterunternehmen des amerikanischen TV-Konzerns Comcast, hat heute den Video Monetisation Report (VMR) fürs Quartal veröffentlicht.

Vorangetrieben werde die Entwicklung durch die kontinuierlich zunehmende Nutzung von Technik, die den Fernsehapparat ins Netz bringt: Geräten für Over-the-top-Content (OTT), also TV-Angebote via Internet, sowie die steigende Bereitstellung von Set-Top-Box-Video-on-Demand (STB VoD), also Empfangsgeräte wie Amazons Fire TV oder der Receiver von Sky.
 
Die Zahl der Werbeanzeigen auf OTT- und STBVoD-Geräten ist Free Wheel zufolge sowohl in Europa als auch in den USA angestiegen. Bei den digitalen Ads auf STB VoD zeigt sich in Europa ein Wachstum von 190 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei OTT-Geräten lag das Wachstum bei 44 Prozent (nach 32 Prozent im 2. Quartal 2017). Damit machen OTT und STB VoD in Europa nun ein Viertel aller Video-Ad-Views aus.

Videonutzung via Desktop sinkt

Diese Entwicklung verdeutlicht, dass Bewegtbildinhalte zunehmend in Premium-Umgebungen mit hoher Viewability und in Wohnzimmer-Atmosphäre konsumiert werden. Dies ist den USA ganz ähnlich, wo OTT und STB VoD zusammen fast die Hälfte der Ad-Views ausmachten (49 Prozent), während der Konsum von Videoinhalten über Desktop weiter zurückging - von 37 Prozent im Jahr 2016 auf 28 Prozent 2017. Auf Mobilgeräten hält sich der Anteil bei rund 23 Prozent der Ad-Views.
 
Das größte Wachstumsfeld in Europa war in diesem Quartal die Monetarisierung von Videoclips, die im Vergleich zum Vorjahr um 77 Prozent zugenommen hat. Dies zeigt, dass Short-Form-Inhalte (Videos mit einer Länge von fünf Minuten oder weniger) über alle Genres hinweg als Türöffner für breitere Content-Angebote fungieren können.

Live- und längere Videos zahlen sich aus

Die Monetarisierung von Live-Inhalten sank in Europa leicht von vier Prozent im 2. Quartal 2017 auf drei Prozent im 3. Quartal. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum betrug trotzdem 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies sei, so der Report, primär auf den Anstieg der Monetarisierung von Long-Form-Inhalten (insbesondere Unterhaltungsshows) zurückzuführen, die einen wesentlichen Anteil der Ad Views im dritten Quartal ausmachen.
 
Die Balance zwischen Monetarisierung und Nutzererlebnis hat sich verbessert; das Video-Ad-Volumen ist leicht zurückgegangen. Im Durchschnitt werden heute 4,2 Anzeigen mit einer Gesamtlänge von 76 Sekunden innerhalb einer ganzen On-Demand-Folge ausgespielt. 2016 waren es hingegen noch durchschnittlich 5,2 Anzeigen mit einer Gesamtlänge von 106 Sekunden.

Die Ad-Load, also Zahl und Dauer der Video-Ads, geht zurück.

 
Komplette Folgen und Livestreams machten in den USA 80 Prozent der Premium-Video-Ad-Views aus. Nachrichten, Unterhaltungs- und vor allem Sportformate treiben hier das Wachstum der Livestream-Monetarisierung voran.
 
Der FreeWheel Monetisation Report erscheint quartalsweise und unterstreicht die sich verändernde Dynamik, mit der Eigentümer und Distributoren von professionellem digitalem Content ihre Premium-Videoinhalte monetarisieren.
 
Der für diesen Bericht verwendete Datensatz ist einer der größten, der über die Nutzung und Monetarisierung professioneller, lizenzpflichtiger Videoinhalte weltweit verfügbar ist. Er basiert auf hochqualitativen Werbedaten, die über die FreeWheel-Plattform erhoben werden.
 
Der gesamte Bericht kann online heruntergeladen werden.
 
Free Wheel hat sich auf das Management von Bewegtbildwerbung spezialisiert. Zu den Kunden gehören AOL, DirecTV, Fox, NBC Universal, Turner Broadcasting System und Viacom in den USA sowie MTG, Sky, Canal + und Channel 4 in Europa.

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