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Die Bilanz von Alphabet
Google-Mutter verdient prächtig, gibt aber mehr aus

Google läuft weiter auf Hochtouren und verhilft dem US-Internetriesen Alphabet zu hohen Gewinnen. Damit das so bleibt, wird viel investiert - und der Werbepreis gesenkt.

Text: W&V Redaktion

5. Februar 2019

Ein angriffslustiger Internetgigant.
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Google-Mutter Alphabet hat zum Jahresende dank sprudelnder Werbeeinnahmen im Weihnachtsgeschäft weiter prächtig verdient. Doch dem hohen Gewinn und einem satten Umsatzplus stehen auch kräftig gestiegene Kosten gegenüber: 2018 investierte der Online-Riese mehr als doppelt so viel Geld in seine Infrastruktur wie im Vorjahr. Ziel ist es, auch in Zukunft starkes Wachstum zu liefern..

Die Zahlen im Detail: Im vierten Quartal steigerte Alphabet den operativen Gewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um 6,5 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar (7,2 Mrd Euro), wie der Internetkonzern nach US-Börsenschluss mitteile. Das Nettoergebnis betrug sogar 8,9 Milliarden Dollar, hier war im Vorjahr noch ein großer Verlust wegen einer hohen Abschreibung aufgrund der US-Steuerreform angefallen.

Der Umsatz legte um 22 Prozent auf 39,3 Milliarden Dollar zu. Noch stärker als das Betriebsergebnis und die Erlöse kletterten die Ausgaben, hier gab es einen Anstieg um über ein Viertel auf 31,1 Milliarden Dollar. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 wuchs der Umsatz um 23 Prozent auf 136,8 Milliarden Dollar. Der Überschuss stieg von 12,7 Milliarden auf 30,7 Milliarden Dollar.

Online-Werbepreise gesenkt

Finanzchefin Ruth Porat freut sich über das starke Wachstum und kündigte zugleich an, angesichts "großartiger Gelegenheiten" auch künftig "fokussierte Investitionen" in Talente und Infrastruktur zu tätigen, um Nutzern, Werbekunden und Partnern weltweit weiter "außergewöhnliche" Produkte zu liefern.

Bislang spielt Googles Werbegeschäft den Großteil der Erlöse des Konzerns ein. Angesichts des wachsenden Wettbewerbs hat der Internetgigant die Kosten für Online-Werbeanzeigen gesenkt, wie aus den Zahlen weiter hervorgeht. Die so genannten Kosten pro Klick lagen im letzten Quartal 2018 um 29 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal, wie Alphabet mitteilt. Allein die Werbeeinnahmen stiegen um 20 Prozent auf 32,6 Milliarden Dollar.

Dennoch setzt Alphabet zunehmend auf Alternativen wie den boomenden Markt für Cloud-Services mit Speicherplatz und IT-Diensten im Netz.  Um hier nicht von den Rivalen  Amazon und Microsoft abgehängt zu werden, fließt viel Geld etwa in Datenzentren und andere Tech-Infrastruktur. Das trug 2018 zu einem massiven Anstieg der Investitionsausgaben um 102 Prozent auf 25,1 Milliarden Dollar bei.

W&V Online/dpa

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