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Online-Möbelmarkt
Home24 hält an Zielen für 2019 fest

Zum Jahresende 2019 will der Berliner Online-Möbelversender die Gewinnschwelle erreichen.

Text: W&V Redaktion

13. Februar 2019

Rund um das Shopping-Ereignis Black Friday im November hat Home24 die erfolgreichste Woche seit Bestehen des Unternehmens verzeichnet.
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Der Online-Möbelversender Home24 hält trotz der hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Entwicklung im vergangenen Jahr an seinen Zielen für das laufende Jahr fest. Zum Jahresende 2019 wollen die Berliner die Gewinnschwelle erreichen, wie das Unternehmen am Mittwoch zur Bilanzvorlage bestätigte. Dabei soll das Umsatzwachstum auf oder oberhalb der Steigerungsraten des Jahres 2018 liegen.

Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz währungsbereinigt um rund 18 Prozent auf 313 Millionen Euro, damit enttäuschte das im Sommer an die Börse gebrachte Unternehmen jedoch. Erst im November hatte die Rocket-Internet-Beteiligung die Prognose für das währungsbereinigte Umsatzplus von rund 30 Prozent auf mehr als 20 Prozent gesenkt.

Allerdings habe das Unternehmen damit deutlich die Entwicklung des Online-Möbelmarktes übertroffen, der im vergangenen Jahr in den für Home24 relevanten Ländern nur um rund zehn Prozent gewachsen sei, hieß es in der Mitteilung weiter. Co-Firmenchef Marc Appelhoff sprach von einem "schwierigen Marktumfeld in Europa", in dem Home24 seinen Marktanteil weiter ausgebaut und die Bekanntheit der Marke erhöht habe.

Rund um das Shopping-Ereignis Black Friday im November habe Home24 die erfolgreichste Woche seit Bestehen des Unternehmens verzeichnet. Der hohe Auftragseingang führe allerdings dazu, dass ein Teil des Umsatzes erst im ersten Quartal 2019 realisiert werde. Diese Verschiebung wirkte sich auch auf die bereinigte Ebitda-Marge aus, die im Gesamtjahr 2018 minus 13 Prozent betrug. Zudem schlugen wichtige Anlaufinvestitionen des Unternehmens und eine Nachfrageflaute in Europa auf die Profitabilität.

Die noch recht junge Börsenpräsenz von Home24 ist bislang keine Erfolgsstory: Anleger, die die Home24-Aktien beim Börsengang im Juni vergangenen Jahres zum Ausgabepreis von 23 Euro gezeichnet und seitdem gehalten haben, mussten herbe Verluste hinnehmen. Inzwischen kostet das Papier nur noch knapp acht Euro. Vom Rekordhoch Mitte Juli bei knapp 32 Euro ist damit nur noch rund ein Viertel übrig. (dpa)

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