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Coalition Against Ad Fraud (CAAF)
Jetzt beginnt der Kampf gegen Mobile Ad-Fraud

Kampf dem Werbebetrug: Die Coalition against Ad-Fraud veröffentlicht erstmals ein einheitliches Dokument zur Definition von Ad-Fraud.

Text: W&V Redaktion

18. Oktober 2018

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Der Werbebetrug bei mobil ausgespielter Reklame nimmt weltweit rapide zu. Die von Adjust vor einem Jahr gegründete Coalition Against Ad Fraud (CAAF) hat jetzt ein Dokument vorgelegt, in dem erstmals Mobile Ad-Fraud eindeutig definiert und abgesteckt werden soll. "Die Koalition erfüllt damit eines ihrer Kernziele, nämlich Ad-Fraud in der gesamten Branche zu bekämpfen", teilt der Anbieter im Bereich Mobile Measurement und Fraud Prevention mit Sitz in Berlin und San Francisco mit.

Die CAAF-Initiative ist Teil einer gemeinsamen Anstrengung von Branchenführern wie Liftoff, IronSource und Jampp. Sie wollen die Auswirkungen von Fraud auf die Spendings der Werbungtreibenden zu entschärfen. Wörtlich heißt es: "Ziel des Dokuments ist es, allen Branchenakteuren eine gemeinsam vereinbarte Nomenklatur und einen umfassenden technischen Überblick über den Stand des mobilen Werbebetrugs zu geben, damit sie für die Bewältigung des Problems in Milliardenhöhe gerüstet sind."

Das nun veröffentlichte Dokument widmet sich den verschiedenen Fraud-Arten - SDK Spoofing, Click Injection, Fake Installs und Click Spam - liefert Anhaltspunkte, wie die Betrugsformen im Detail funktionieren und wie sich Marketer jeweils davor schützen können. Die CAAF zeigt sich zudem offen für weitere Werbungtreibende, um den Kampf gegen mobilen Anzeigenbetrug zu beschleunigen.

Wie groß der Schaden ist

Die Dimension ist gewaltig: Laut eMarketer werden die Ausgaben für mobile Werbung im Jahr 2018 in den USA allein um 20 Prozent auf mehr als 75 Milliarden Dollar steigen. Legt man diese Erkenntnisse den Fraud-Messungen von Adjust zugrunde (Ablehnungsrate von +7,0 Prozent), "so ist im globalen Werbemarkt von einem Schaden von etwa 4,9 Milliarden US-Dollar auszugehen, Tendenz steigend", rechnen die Spezialisten vor.

Mobile Ad-Fraud könne dabei eine Reihe von verschiedenen Formen annehmen - von gefälschten Impressionen, über Click-Spam bis hin zu gefälschten Installationen.

Paul H. Müller, CTO & Co-Founder bei Adjust: "Es gibt eine riesige Menge an Fehlinformationen und Missverständnissen, die die dazu führen, dass sich unterdurchschnittliche Lösungen weiterhin verkaufen und schlechter Traffic weiterhin Einnahmen erzielt. Wir wollen dieser Entwicklung ein Ende setzen, indem wir kompromisslose Transparenz und Weiterbildung am Markt vorantreiben."

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