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Fintech
Klarna Instore: Klarna expandiert in den Einzelhandel

Mit Klarnas Rechnungs- und Ratenkauf kann man ab sofort auch im Einzelhandel bezahlen. Das schwedische Fintech startet Klarna Instore in Deutschland.

Text: W&V Redaktion

15. August 2019

Mit der Kampagne "Komm mal Klarna" machte der Bezahldienstleister im Frühjahr auf sich aufmerksam.
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Erst vergangene Woche hat Klarna in einer Finanzierungsrunde rund 410 Millionen Euro eingesammelt - und ist damit das wertvollste Fintech-Unternehmen Europas. Heute kommt die nächste News aus Schweden: Ab heute gibt es die POS-Bezahllösung Klarna Instore in Deutschland.

Händler erhalten dadurch die Möglichkeit, den Rechnungs- und Ratenkauf, für den Klarna beim Onlinepayment bekannt ist, auch im Ladengeschäft anzubieten. Endkunden können damit auch offline so bezahlen, wie sie es vom Online-Shopping gewohnt sind. Dafür brauchen sie keine App, sondern einfach nur ihr Smartphone. 

Ratenkauf am Point of Sale

An der Kasse sagt der Kunde dem Verkäufer, dass er mit Klarna bezahlen möchte. Der Kassierer sendet dem Kunden über die Klarna-Händler-App eine E-Mail oder SMS mit einem Link zur Zahlungsseite. Hier kann der Kunde seine gewünschte Zahlungsart wählen, also Rechnungs- oder Ratenkauf. Ist der Vorgang abgeschlossen, erhält der Kunde eine digitale Rechnung vom Händler per Mail.

Neben dieser Standard-Bezahlvariante können Händler beispielsweise über Club-Apps ihren Kunden Klarna für den POS anbieten und den Anbieter dort als Standard-Zahlungsmethode festlegen. Bereits im April 2019 haben die Schweden die Klarna Card in Deutschland eingeführt, die erste eigene Kreditkarte von Visa. Mit ihr konnte man mit dem bisherigen Online-Payment-Anbieter erstmalig auch am POS zahlen. 

Omnichannel-Payment

Klarna Instore gibt es bisher bereits in den USA, Großbritannien, Skandinavien und den Niederlanden. Dort nutzen es laut dem Anbieter 6.700 Läden. In Deutschland startet Klarna Instore unter anderem mit Sennheiser, Na-kd und Uzwei.

Robert Bueninck, Geschäftsführer DACH von Klarna, beschreibt die Strategie: "Mit Klarna Instore verfolgen wir nun unsere Philosophie von ‘Klarna Everywhere’ konsequent weiter." Angeblich hätten Pilottests gezeigt, dass Händlern ihre Umsätze am Point of Sale mit Klarna Instore um bis zu 60 Prozent steigern. Das liegt sich unter anderem daran, dass bisher kaum stationäre Einzelhändler Ratenzahlung anbieten; und wenn, dann ist die Nutzung kompliziert. 

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