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Weihnachtsgeschäft
Media-Saturn-Mutter Ceconomy punktet wenigstens im Online-Geschäft

Der Abgang verschiedener Führungskräfte wird teuer für Ceconomy. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Das Online-Geschäft wächst um 28 Prozent.

Text: Anonymous User

8. Februar 2019

Media-Markt ist eine Marke von Ceconomy.
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Der abrupte Managementwechsel im vergangenen Jahr kommt die Media-Saturn-Mutter Ceconomy teuer zu stehen. Der Elektronikhändler musste im ersten Quartal (per Ende Dezember) einen Gewinnrückgang hinnehmen, so Ceconomy. Das operative Ergebnis (Ebit) sank um knapp 20 Prozent auf 234 Millionen Euro. 34 Millionen Euro kosteten Ceconomy die Managementwechsel auf der ersten und zweiten Führungsebene - unter anderem durch die Abgänge von Konzernchef Pieter Haas und Finanzvorstand Mark Frese, die nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Geschäftsjahr das Unternehmen verlassen mussten.

Bereinigt um die Aufwendungen sowie ohne die Berücksichtigung der französischen Beteiligung Fnac Darty konnte Ceconomy das operative Ergebnis um 15 Millionen auf 269 Millionen Euro steigern. Die Stabilisierung sei dabei auch zum Teil auf Einmaleffekte zurückzuführen, hieß es.

Allerdings: Der Umsatz des Unternehmens stieg im wichtigen Weihnachtsquartal um 1,7 Prozent auf knapp 6,9 Milliarden Euro. "Wir haben im ersten Quartal unseren Umsatz gesteigert und Marktanteile hinzugewonnen. Die bessere Steuerung der Aktionstage rund um den Black Friday hat zudem dazu geführt, dass wir die schwächere Entwicklung im Oktober voll ausgleichen konnten und unser Ergebnis stabilisiert haben. Für das Gesamtjahr gehen wir aber weiterhin davon aus, dass die Transformation und Reorganisation unserer Aktivitäten unsere Performance belasten wird", so Interims-Finanzvorstand Bernhard Düttmann

Laut dem Unternehmen wuchs das Onlinegeschäft im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent und überschritt mit insgesamt 1.007 Millionen Euro erstmals in einem Quartal die Marke von einer Milliarde Euro. Der Anteil des Onlinegeschäfts am Gesamtumsatz liegt damit bei fast 15 Prozent (Q1 2017/18: 11,6 Prozent). Grund für diese deutlich positive Entwicklung seien höhere Besucherzahlen und eine bessere Conversion-Rate, insbesondere an den Aktionstagen rund um den Black Friday.

Die Prognose für 2019 bekräftigte Ceconomy. Der angestrebte Konzernumbau werde die Entwicklung belasten. Das Maßnahmenpaket will Ceconomy spätestens mit der Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal Ende Mai vorstellen. (app/mit dpa)

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