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Hashtag gegen Alltagsrassismus
MeTwo bewegt Tausende

Mesut Özil bewegt: Menschen mit Migrationshintergrund haben oft mit Diskriminierung zu kämpfen. Ali Can hat den Hashtag #MeTwo ins Leben gerufen.

Text: W&V Redaktion

27. Juli 2018

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Unter einem neuen Hashtag gegen Alltagsrassismus teilen Tausende Menschen auf Twitter ihre Erfahrungen mit Diskriminierung. #MeTwo heißt das Schlagwort, das der Autor und Aktivist Ali Can ins Leben gerufen hat.

Anlass ist die Rassismusdebatte, die Fußballstar Mesut Özil mit seinem Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft ausgelöst hat. Can beschreibt den Hashtag in einem Video des Onlinemagazins Perspective Daily als "eine MeToo-Debatte für Menschen mit Migrationshintergrund".

Unter #MeToo teilen seit Monaten Millionen von Frauen ihre Erlebnisse mit sexueller Gewalt und Belästigung. Der 25-jährige Ali Can stammt aus der Türkei - er kam mit seiner Familie 1995 nach Deutschland. Doch warum "MeTwo" - also "Ich Zwei"? "Weil ich mehr bin als nur eine Identität. Ich fühle mich in Deutschland zu Hause (...) und gleichzeitig kann ich mich auch zu einer anderen Kultur oder zu einem anderen Land verbunden fühlen", sagt Can in dem Video.

MeTwo bewegt

MeTwo wurde seit Mitte dieser Woche tausendfach auf Twitter gepostet. Zahlreiche Menschen schreiben über ihre Erfahrungen mit alltäglichem Rassismus - auch viele Prominente melden sich zu Wort.

"Wenn ich im übervollen Zug der einzige Nichtweiße bin, Polizei steigt ein, und der einzige, der seinen Ausweis zeigen muss, bin ich", schreibt etwa Spiegel-Journalist Hasnain Kazim. Der Autor hat schon zuvor immer wieder Hassmails öffentlich gemacht, die er regelmäßig bekommt.

Das Netz diskutiert:

W&V Online/dpa

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