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Social Shopping
Pinterest baut Shopping-Funktion in Deutschland aus

Sich inspirieren und planen. Dafür nutzen inzwischen 12 Millionen Deutsche Pinterest. Jetzt will das Netzwerk es noch einfacher machen, dass die Nutzer auch auf dem Portal kaufen.

Text: W&V Redaktion

23. September 2019

Philip Missler
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Pinterest will Nutzern und Marken noch mehr Shopping-Möglichkeiten geben. Dafür führt das soziale Netzwerk in Deutschland zwei neue Funktionen ein: Kataloge und Shopping-Ads. Mit ihnen kann jeder Onlinehändler und jede Marke den kompletten Produktkatalog auf Pinterest hochladen. Mit dem Tool können sie ihre Produkte einfach in Produkt-Pins verwandeln. Zusätzlich können sie die gepinnten Produkte als Shopping-Anzeigen bewerben.

Neben Home24 und Fossil ist Otto einer der ersten Händler, der die neue Funktion in Deutschland testet. Mehr als eine Million Produkte lädt er zum Start in seinen Produktfeed. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Möbel- und Einrichtungsaccessoires sowie Deko-Artikeln. „Pinterest ist für uns ein sehr spannender Kanal“, sagt Otto-Vorstand Marc Opelt zur Einführung.

„Zum einen passt er inhaltlich hervorragend zu unserer strategische Stoßrichtung „Home & Living“, darüber hinaus erreichen wir unsere Zielgruppe in einem ganz neuen Kontext. In diesem Umfeld lässt sich der User schließlich gerne inspirieren und ist offen für neue Ideen.“

Otto ist einer der ersten Händler, die die neuen Kataloge und Shopping-Anzeigen von Pinterest nutzen.

Checkout in der Pinterest-App

Jedes hochgeladene Produkt erscheint in einem einzelnen Pin im Feed. Der Nutzer kann es bei Interesse anklicken und sich so in den Otto-Shop weiterleiten lassen. Die Seite öffnet sich direkt in Pinterest – der Kunde verlässt die App nicht. Auch nicht um es in den Warenkorb zu legen, sich bei Otto einzuloggen und anschließend zu bezahlen.  

In den USA und Großbritannien gibt es die Shoppingfunktion bereits. Dort nutzen Händler sie mit Erfolg, sagt zumindest Philip Missler, Country Manager DACH & Nordics. Pinterest-Käufer hätten dort 40 Prozent größere Warenkörbe als andere Kunden desselben Onlineshops. Das liege unter anderem daran, dass Menschen Pinterest nutzen, um sich zum Einkaufen, Basteln, Einrichten, Kochen, Reisen und mehr zu inspirieren. „Sie wollen Dinge in die Umsetzung bringen. Und dazu gehört das Einkaufen. Deshalb ist es unser Ziel, dass man alles, was man auf Pinterest sieht, auch dort kaufen kann.“

89 Prozent der Pinner haben sich bei einem kürzlich getätigten Kauf sogar von Pinterest inspirieren lassen. Einer Neustar-Metastudie zufolge ist Pinterest Media effizienter als andere digitale Kanäle, wenn man das Ziel verfolgt, schrittweise Konversionen für den Einzelhandel zu erzielen. Zwar steht die Plattform nur für 11 Prozent der gemessenen Medienausgaben, trotzdem trug sie zu 18 Prozent zu inkrementellen Konversionen und Einnahmen für den Einzelhandel bei.

Etwa 300 Millionen Menschen weltweit nutzen Pinterest monatlich. Davon kommt die Hälfte aus den USA. In Deutschland sind es laut Philip Missler inzwischen mehr als 12 Millionen. Die Zahlen wuchsen 2018 im zweistelligen Bereich. Wie das Magazin Trachtenbibel.at es schafft, dass 70 Prozent des Social Traffics von Pinterest stammen, lesen Sie auf W&V+.

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