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User Generated Content
So nutzt Thomas Sabo Fotos von Social-Media-Fans

Die Schmuckmarke Thomas Sabo nutzt Produktfotos von Social-Media-Nutzern fürs Marketing. Das steigert das Engagement der Kunden. Der Onlinechef verrät, wie's geht. 

Text: W&V Redaktion

18. Oktober 2018

Thomas Sabo verwendet Fotos von Social-Media Nutzern für das eigene Marketing.
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Wenn man eine Lovebrand ist, hat man viele Vorteile. Zum Beispiel dass das Social-Media- und Influencer-Marketing fast von selbst läuft. So ist das auch beim Schmuckhersteller Thomas Sabo. Viele Kundinnen und Kunden freuen sich so sehr über ein neues Schmuckstück der Marke, dass sie es stolz in den sozialen Medien posten. 

Diese Posts generieren nicht zur Reichweite und Aufmerksamkeit. Sondern Thomas Sabo nutzt die Bilder für einen weiteren Zweck: als Produktfotos für das eigene Marketing. Mithilfe der Software Olapic vom gleichnamigen Anbieter, eine Tochter des Schriften- und Technologie-Anbieters Monotype, scannte er ständig die sozialen Medien nach bestimmten Hashtags und Schlüsselwörtern und identifiziert so potenziell interessante Fotos. 

Einwilligung ohne Kanalbruch

Problematische Inhalte werden automatisch aussortiert. Der Rest landet bei den Mitarbeitern des Social-Media-Teams des bayerischen Mittelständlers. Sie wählen die schönsten Produktbilder aus und schicken den Absendern automatisch über die Software eine Anfrage, ob sie das Bild für ihr Marketing benutzen dürfen. Zum Beispiel bei Instagram erscheint diese Anfrage als Kommentar unter dem Post.

Der User gibt sein Okay per Hashtag ebenfalls im Kommentar - es gibt für ihn also keinen Kanalbruch. "Etwa drei bis vier Prozent der Fotos insgesamt verwenden wir für unser Marketing", erzählt Bernhard Schmidt, Head of Online Communication & Content. Sein Team postet sie in Social-Media-Kampagnen, im Newsletter, auf der Webseite, im Blog und im Onlineshop auf den Produktdetailseiten. So kann sich der Hersteller sogar aufwendige Shootings sparen. 

Die Fans prägen die Marke

Bernhard Schmidt, Head of Online Communication & Content bei Thomas Sabo

"Allerdings muss man akzeptieren, dass die Nutzer die Marke mitprägen", sagt Schmidt. "Wir haben intern viel darüber diskutiert, ob die Bilder nicht schädlich sein könnten." Das scheint nicht der Fall zu sein. Denn Thomas Sabo nutzt diese Form des User Generated Content inzwischen seit vier Jahren. 

Laut dem Unternehmen kommen die User-Fotos sogar besser an als die Katalogbilder: In sozialen Medien liegt die Interaktions- und Like-Rate der UGC-Bilder um 23 Prozent höher. Auf der Webseite klicken Nutzer 18 Prozent häufiger auf Banner mit den User-Fotos. Im Newsletter liegt das Plus immerhin noch bei 12 Prozent. 

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