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Streamingdienst
Spotify kauft Soundbetter

Spotify setzt seinen Expansionskurs fort: Der Audiostreamingdienst hat jetzt mit Soundbetter einen Talent-Marktplatz für Audioproduktionen erworben, der als Ergänzung für das Tool "Spotify for Artists" dienen soll.

Text: W&V Redaktion

13. September 2019

Spotify ist weiter auf Einkaufstour und erwirbt Soundbetter.
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Spotify ist weiter auf Einkaufstour: Der Audiostreaming-Gigant hat soeben das in Brooklyn ansässige Unternehmen Soundbetter erworben. Damit feilen die Schweden weiter an ihrem exklusiv für Künstler eingerichteten Tool Spotify for Artists. Die Plattform soll es Kreativen erleichtern, ihre Fans anzusprechen, miteinander zu verbinden und ihre Reichweite zu vergrößern. Die Übernahme von Soundbetter ist nach dem Kauf von Gimlet und Anchor im Februar sowie Parcast im März bereits die vierte Transaktion in diesem Jahr. Einzelheiten über die Höhe des Kaufpreises sind nicht bekannt.

Soundbetter wurde 2012 als Talent-Marktplatz für Audioproduktionen gegründet. Mittlerweile hat das US-amerikanische Unternehmen eigenen Angaben zufolge Zehntausenden von Produzenten, Kreativen und Audioprofis dabei geholfen, Dienstleistungen weltweit anzubieten und zu kaufen und dabei eine Community von über 180.000 Künstlern in ihrem Netzwerk registriert. "Soundbetter bietet den weltweit umfassendsten Marktplatz für professionelle Mitarbeiter in der Musik- und Audioproduktion sowie eine Mitgliedergemeinschaft in 176 Ländern und 14.000 Städten weltweit", sagt Shachar Gilad, Mitbegründer und CEO von Soundbetter. "Wir freuen uns, von der globalen Dimension, den Ressourcen und der Vision von Spotify zu profitieren, um unser Netzwerk zu erweitern und mehr wirtschaftliche Möglichkeiten für Künstler aller Ebenen zu schaffen."

Damit passt Soundbetter perfekt zu Spotify for Artists. Die Plattform bietet verifizierten Künstlern und Labels Dienstleistungen wie Data-Insights, Profilmanagement und Promotion-Tools. Damit können Künstler beispielsweise nachvollziehen, wie viele Hörer sie innerhalb eines bestimmten Zeitraums hatten, oder auch, welche Hörer aktiver sind als andere, indem sie Songs speichern oder in ihren Playlists integrieren. Dank dieser Statistiken, die auch Angaben über Alter und Wohnort der Hörer machen, können die Künstler ihre Fans gezielt mit Werbung ansprechen oder auch die Routen ihrer Tourneen entsprechend planen. Künftig sollen die Künstler auch von den Services von Soundbetter profitieren - "als Möglichkeit, Mitarbeiter zu finden, großartige Musik zu produzieren oder zusätzliches Einkommen zu generieren", heißt es in der Mitteilung von Spotify.

Mit über 232 Millionen Nutzern in 79 Ländern, darunter 108 Millionen Premium-Abonnenten, ist Spotify vor Apple Music Weltmarktführer unter den Audiostreamingdiensten.

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