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Quartalszahlen
Ströer legt sich auf ambitioniertes Jahresziel fest

Im dritten Quartal 2019 realisierte Ströer ein Umsatzplus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Einnahmen des Digital- und Out-of-Home-Vermarkters summierten sich auf knapp 1,2 Mrd. Euro. 

Text: W&V Redaktion

13. November 2019

Udo Müller, Co-CO von Ströer.
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Der Werbevermarkter Ströer hat seine Umsatzprognose für das laufende Jahr angesichts gut laufender Geschäfte in allen Bereichen am oberen Ende der Zielspanne festgesteckt. Der Konzernumsatz wächst in den ersten drei Quartalen um sieben Prozent von 1.113 Millionen Euro auf 1.187 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund des starken Auftragseingangs für das vierte Quartal erwarte er für das Gesamtjahr nun ein organisches Umsatzwachstum "am oberen Ende" der kommunizierten Spanne von drei bis sieben Prozent, sagte Ströer-Chef Christian Schmalzl. Das bereinigte Ebitda soll dabei weiterhin im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen.

"Auch im dritten Quartal sehen wir konzernweit eine gute Performance und starkes, organisches Wachstum. In den ersten neun Monaten des Jahres konnten wir insgesamt um 7,3 Prozent organisch wachsen. Im Segment Direct Media optimieren wir die Struktur und fokussieren uns auf die margenstarken Sales-Bereiche, die direkt zu unserem Kerngeschäft beitragen", betont Schmalzl. 

"OOH ist erneut der am schnellsten wachsende Medienkanal im deutschen Werbemarkt. Mit unserer OOH plus Strategie setzen wir genau bei diesem Momentum an. Die positive Entwicklung unserer Finanzkennzahlen unterstreicht unseren Erfolg. Die Digitalisierung unserer Werbeträger und die stark ansteigende Nachfrage nach programmatischen Außenwerbeprodukten tragen zum Erfolg im dritten Quartal bei”, sagt Udo Müller, Gründer und Co-CEO von Ströer.

Im dritten Quartal stiegen die Erlöse des Kölner Unternehmens im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut drei Prozent auf 399,2 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte dabei um rund viereinhalb Prozent auf 132,8 Millionen Euro zu. Das um Investitionen in das Nachrichtenportal T-Online und Integrationskosten im Bereich der Telefon- und Direktvermarktung bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 42,4 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen hier noch 40,7 Millionen erzielt. Rechnet man die nicht operativen Aufwendungen mit ein, belief sich der Gewinn unter dem Strich auf 15,5 Millionen Euro, nach 21,7 Millionen ein Jahr zuvor.

In der größten Sparte des Konzerns, der als "Out-of-Home" bezeichneten Außenwerbung, stiegen die Erlöse im dritten Quartal um knapp fünf Prozent auf 170,9 Millionen Euro. Besonders gefragt waren hier wieder die großformatigen Werbetafeln, -plakate und -banner. Das Geschäft mit Litfaßsäulen und Werbung an Bushaltestellen, Bahnhöfen oder in Fußgängerzonen, die das Unternehmen als Stadtmöbel bezeichnet, entwickelte sich dagegen rückläufig. Das bereinigte Ebitda legte insgesamt um gut drei Prozent auf 77,1 Millionen Euro zu.

Mit seinen klassischen Außenwerbeprodukten will Ströer Wachstumsraten von rund fünf Prozent für mindestens zehn weitere Jahre erzielen. Dabei liegt der Fokus weiter auf dem deutschen Markt. Die Digitalisierung, die Buchungsvorgänge für Werbekunden teils einfacher und flexibler macht, gilt als Treiber.

In der Sparte der digitalen Werbung verzeichnete Ströer im dritten Quartal ein Umsatzplus von 1,4 Prozent. Auf Neunmonatssicht ging es in ähnlichem Maße nach oben, wobei der Konzern in diesem Zusammenhang auf ein "insgesamt herausforderndes Marktumfeld" sowie diverse Verkäufe hinwies. Im Bereich Video liefen die Geschäfte dabei aber wieder besonders gut. Auch der Datenanbieter Statista, der Ströer nun zu 100 Prozent gehört, sei "unvermindert stark" gewachsen. Auf Quartalssicht war das bereinigte Ebitda in der gesamten Sparte zwar leicht um gut zwei Prozent auf 43,8 Millionen Euro zurückgegangen. Auf Neunmonatssicht stand jedoch ein Plus von knapp zwölf Prozent zu Buche.

Auch den dritten Geschäftsbereich, die Telefon- und Direktvermarktung, hat Ströer durch Zu- und Verkäufe weiter umgestrickt. Hier konnten Umsatz und Ergebnis deutlich anziehen.

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