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Real Madrid vs. FC Liverpool
Todesdrohungen nach Champions-League-Finale

Selten war ein CL-Finale mit solchen Aufregern gespickt wie der Showdown zwischen Real und Liverpool. Wegen Drohungen in den sozialen Netzwerken hat sich jetzt die Polizei eingeschaltet.

Text: W&V Redaktion

28. Mai 2018

Dass Sergio Ramos' Foul gegen Mo Salah nicht geahndet wurde, stieß in den sozialen Netzwerken auf Unverständnis.
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Im Zentrum des tornadoartigen Shitstorms stehen Real-Kapitän Sergio Ramos und der deutsche Torhüter des FC Liverpool, Loris Karius. 

Real Madrids Verteidiger Ramos hatte nach einer halben Stunde den Premier-League-Torschützenkönig Mo Salah mit einem Kampfsport-Griff außer Gefecht gesetzt. Der ägyptische Nationalspieler verletzte sich dabei so schwer an der Schulter, dass sein Einsatz bei der in Kürze anstehenden Fußball-WM in Gefahr ist. Das Foul blieb allerdings ungeahndet.

Außerdem richtet sich der Zorn vieler Liverpooler Fans gegen Loris Karius, den deutschen Torhüter der "Reds". Der gebürtige Biberacher hatte mit zwei Slapstick-artigen Aussetzern die 1:3-Niederlage der Engländer maßgeblich verschuldet. Wegen Hunderter Droh- und Hassbotschaften in den sozialen Medien hat sich jetzt sogar die Liverpooler Polizei eingeschaltet. Das berichtet der "Telegraph": Sowohl Karius selbst als auch seine Familie wurden demnach mehrfach mit dem Tod bedroht.

Auch hierzulande brachte das Champions-League-Finale, das von 9,63 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt wurde (38 Prozent Marktanteil), die Gemüter zum Kochen.

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