Anzeige

Influencer-Umfrage
Was die Branche vom Influencer-Gesetz erwartet

Das geplante Influencer-Gesetz ist überfällig. Denn heute kennzeichnen Influencer sicherheitshalber fast alles als Werbung. Das zeigt eine exklusive Umfrage für W&V.

Text: W&V Redaktion

11. Juli 2019

Anzeige

Viele Influencer kennzeichnen jeden ihrer Posts mit dem Hashtag "Werbung". Sie glauben, sie haben keine andere Wahl, um sich ganz sicher vor Abmahnungen wegen Schleichwerbung zu schützen. Das zeigt eine Umfrage unter knapp 300 Influencern, die die Influencer-Plattform Hashtaglove exklusiv für W&V durchgeführt hat. 

Die Umfrage bestätigt, dass das geplante Influencer-Gesetz der Bundesregierung längst überfällig ist: 68,7 Prozent der Befragten finden eine Gesetzesänderung gut, weil damit Rechtsunsicherheiten endgültig beseitig werden können. Trotzdem sind einige skeptisch: 18,5 Prozent glauben, dass es weiterhin offene Fragen und Unsicherheiten geben wird. Und 12,8 Prozent sich überzeugt, dass die Abmahner immer Lücken finden werden. 

Die Influencer fänden ein Gesetz vor allem dann hilfreich, wenn es genau definiert, was eine Gegenleistung ist, wegen der ein Post gekennzeichnet werden muss (74,7 Prozent). Gut 10 Prozent fordern außerdem, dass Marken und Unternehmen mehr in die Pflicht genommen werden, die Influencer aufzuklären.

Marlis Jahnke, Gründerin von Hashtaglove.de und Geschäftsführerin dessen Mutterunternehmens Inpromo, unterstützt die Forderungen: "Wir begrüßen alle Maßnahmen, um das Influencer-Marketing weiter zu professionalisieren. Eine Gesetzes-Initiative hilft, Klarheit im Tagging- und Kennzeichnungs-Dschungel zu schaffen."

Die Influencer selbst haben eigene Vorstellungen, was eine kennzeichnungspflichtige Gegenleistung ist. Geld, das für einen Post fließt, gehört für fast alle dazu. Sachgeschenke und Reisekostenübernahmen dagegen nur für gut die Hälfte:

*Angaben sind totale Zahlen. Mehrfachnennungen waren möglich

Überraschenderweise haben nur 57 Prozent der Influencer Angst vor einer Abmahnung. Gut ein Viertal macht sich keine Sorgen. Und weitere 17 Prozent hoffen auf die Gesetzesänderung, nach der sie sich nicht mehr vor einer Abmahnung fürchten.

Vermutlich ist die Furcht so gering, weil die meisten Influencer bei einer Markennennung immer #Werbung dazu schreiben - und sich so auf der sicheren Seite fühlen. Ein Viertel tut dies grundsätzlich. Weitere 43 Prozent immer, wenn sie ein Unternehmen erwähnen, auch wenn es keine Gegenleistung gab. 

Wissenswertes zum Thema finden Sie im W&V-Report "Influencermarketing – rechtskonform und sicher durchführen". Der fünfteilige Report gibt Ihnen Checklisten zu Vertragsabschluss und Kosten sowie eine große Übersicht zur Kennzeichnungspflicht an die Hand. Bestellen Sie hier Ihr persönliches Exemplar. 

Anzeige