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Wutrede bei Blue Devils
Zorniger Eishockey-Spieler bewegt das Netz

"Die Mannschaft ist ein Scheißdreck": Vor der Kamera lässt ein Blue-Devils-Spieler seinen Frust über die Eishockey-Saison raus - und bekommt viel Zuspruch.

Text: W&V Redaktion

18. Januar 2018

Man sieht es dem Blue-Devil-Stürmer schon an: Marcel Waldowsky ist sehr geladen ...
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Für die Blue Devils Weiden ist die Eishockey-Saison gar nicht so schlecht gelaufen. Sicher ist für die Mannschaft, dass sie auch im nächsten Jahr in der Oberliga spielen werden. Dennoch war der Frust nach einer 5:10-Niederlage gegen die Selber Wölfe beim Blue-Devil-Angreifer Marcel Waldowsky groß.

Der Mann nahm kein Blatt vor den Mund. Nach der Partie in der Oberliga Süd flippte der Eishockey-Spieler vor laufender Kamera aus: "Die Saison ist eine Katastrophe, die Mannschaft ist ein Scheißdreck. Unglaublich. Wir müssen mal anfangen Eishockey zu spielen. Die Zuschauer kommen hierher und sehen dann so eine Gülle", brach es aus Waldowsky heraus.

Oder: "Wir sind kein Team. Das ist einfach ein Scheißdreck. Was wir in der Kabine haben ist ein Scheißdreck. Absoluter Scheißdreck", kritisierte der Oberpfälzer Teamkollegen. Über 2 Minuten redete sich Marcel Waldowsky in Rage.

Die Wutrede des sichtlich geschafften Sportlers am Mikro von Oberpfalz TV wurde vom ortsansässigen Sender ins Netz gestellt. Und macht seither eifrig die Runde; mehrere Hundertausend Mal wurde das Video bereits angesehen, noch öfter beim Münchner Sportkanal Sport1, der das Waldowsky-Stück ebenfalls bei Facebook gepostet hat. Sehr viele Eishockey-Fans schmunzelten darüber, auch deutlicher Zuspruch für die ehrliche Kritik des Blue-Devil-Stürmers wurde laut.

Hier der Beitrag:

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Der Klub war – naturgemäß - nicht so glücklich über das Interview. Und der Vorstand der Weidener Blue Devils hat zu den wütenden Aussagen Marcel Waldowskys öffentlich Stellung bezogen. Zwar zeige seine Einordnung seine große Identifikation mit dem Klub, die Art und Weise billige der Vorstand aber ausdrücklich nicht, heißt es da.

Nach der deutschlandweiten Welle des Videos wurde am Mittwochabend nochmals nachverhandelt, der Verein sorgt sich ums Image. Inzwischen heißt es, Marcel selbst sei auch der Meinung, "dass er mit seiner Wortwahl kein gutes Vorbild abgegeben hat" und bedauere diese. Eine Strafe seitens des Vereins werde es aber nicht geben.

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