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Gleichberechtigung
Allianz bekämpft den Gender-Pay-Gap

Der Allianz-Konzern will künftig Frauen und Männer in allen Bereichen und Hierarchieebenen gleich entlohnen. Dafür kooperieren die Münchener mit dem Start-up Fair Pay Innovation Lab, das Gehälter durchleuchtet.

Text: W&V Redaktion

27. Oktober 2020

Gleiche Arbeit, gleiches Gehalt? Nicht in Deutschland.
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Es sind beschämende Zahlen: Im vergangenen Jahr verdienten Frauen in Deutschland durchschnittlich 20 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Besonders krass ist der Gender Pay Gap im Finanzsektor. Bei Banken und Versicherungen erhalten die Frauen mehr als ein Viertel weniger Brutto-Gehalt, exakt 28 Prozent. Das will die Allianz ändern und künftig Frauen und Männern im Konzern das gleiche Gehalt zahlen: bis hinauf in die Vorstandsetage.

Für das Pilotprojekt kooperieren die Münchener mit dem Fair Pay Innovation Lab, einem gemeinnützigen Start-up, das mithilfe einer Analysesoftware Lohnlücken in Firmen ausfindig machen kann.Mit diesem Tool will die Allianz die Gehälter der rund 25000 Mitarbeiter:Innen durchleuchten und Differenzen beseitigen. "Die Allianz akzeptiert keine Unterschiede in der Bezahlung von Männern und Frauen in vergleichbaren Funktionen", sagt Kathrin Janicke, Leitung Rewards & Performance. "Im Fokus steht für uns, mehr Frauen in Führung und in besser bezahlte Positionen zu bringen. Wir nutzen die passgenaue Analyse im Rahmen des 'Universal Fair Pay Check', um weitere Maßnahmen zu identifizieren."

Zertifizierung für fair entlohnende Unternehmen

Der "Universal Fair Pay Check" ist ein neuer Zertifizierungsprozess, des Fair Pay Innovation Lab (FPI) für Unternehmen an, die Beschäftigte fair bezahlen wollen. Er ist weltweit unabhängig von der Beschäftigtenzahl an jedem Standort möglich. Dabei werden Gesetzesinitiativen aus Island, Großbritannien und der Schweiz in einem Verfahren vereint. In drei Phasen können Unternehmen vorhandene Lohnlücken in kürzester Zeit schließen, heißt es. Zu den Pilotunternehmen gehören neben der Allianz Deutschland das zweitgrößte isländische Energieunternehmen Reykjavik Energy und die Digitalagentur Rheingans Digital Enabler.


Autor: Peter Hammer

begleitet seit vielen Jahren redaktionell die Agentur-Branche, für die W&V wie auch früher für den Kontakter. Als Ressortleiter wie Redaktionsleiter. Liebt gute Kreation, aber mehr noch interessante und innovative Geschäftsmodelle. Unabhängig von Kanal und Größe. Was ihn immer wieder überrascht: Wie viele spannende Menschen es in der Branche gibt.

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