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Remote Work
Darauf kommt es jetzt als Führungskraft an

Chefsache Homeoffice: Die internationale Personalberatung Hogan Assessments hat fünf Merkmale identifiziert, auf die es jetzt ankommt, um auch im virtuellen Raum eine gute Führungskraft zu sein.

Text: W&V Redaktion

1. April 2020

Auch Führungskräfte müssen sich in Home-Office-Zeiten anpassen.
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Arbeit im Homeoffice ist für die meisten Unternehmen als Reaktion auf die Coronakrise mittlerweile zur Normalität geworden. Viele Unternehmen in der EU haben bereits Richtlinien für das Arbeiten im Homeoffice implementiert und "virtuelle Arbeitsplätze" geschaffen. Dennoch kann ein plötzlicher Wechsel ins Homeoffice zur Folge haben, dass Mitarbeitende sich vertrieben fühlen und Angst um ihre Zukunft haben. Eine effektive Führungskraft sollte in der Lage sein, sich diesen Veränderungen direkt zu stellen, diese Unsicherheiten auszuräumen und ihr Team auch aus der Ferne zu führen, ohne das Engagement oder die Moral der Mitarbeitenden zu beeinträchtigen. 

Die Personalberatung Hogan Assessments hat fünf Charakteristiken identifiziert, auf die es jetzt ankomme, um auch im virtuellen eine gute Führungskraft zu sein. Diese sind Ausgeglichenheit, Einfühlungsvermögen, Ambition, Wissbegierde und Selbstlosigkeit.

Ausgeglichenheit 

Angesichts der Ängste, die manche Mitarbeiter gerade fühlen, ist es als Führungskraft besonders wichtig, ruhig und besonnen zu agieren, um die Teams motivieren zu können, normal ganz normal weiterzuarbeiten und gleichzeitig Panik zu reduzieren. Proaktiv Unsicherheiten abbauen und eine klare Richtung vorgeben sei wichtig, um über die Distanz nicht abwesend zu wirken.

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Einfühlungsvermögen

Einfühlungsvermögen misst Taktgefühl, Kommunikationsstil und die Fähigkeit, Beziehungen zu pflegen. Da nicht alle Mitarbeitenden im selben Boot sitzen, ist es bei der Arbeit im Homeoffice von größter Bedeutung, die Persönlichkeit, die gesundheitliche Situation und die persönlichen Umstände jeder/jedes einzelnen Mitarbeitenden zu kennen

Insbesondere Mitarbeiter, die erst vor kurzem eingestellt wurden, benötigen jetzt Unterstützung und Interaktion, um sich nicht isoliert zu fühlen und die Scheu andere um Hilfe zu fragen, abbauen zu können.

Auch ansprechbar zu sein und den Fragen und Anliegen der Mitarbeitenden zuzuhören, sorgt dafür, dass sich die Arbeit im Homeoffice weniger einsam und überwältigend anfühlt – insbesondere bei neuen Mitarbeitenden, die zusätzlichen Support benötigen. 

Ambition

Der virtuelle Arbeitsplatz kann für Mitarbeitende demotivierend sein und manchen fehlt möglicherweise die Anleitung bei ihren täglichen Aktivitäten. Dies kann Chaos zur Folge haben, da die Arbeitstage weniger definiert sind und es komplizierter wird, die Produktivität zu überwachen. Führungskräfte müssen daher Zeit und Energie aufwenden, um Aktivitäten, Ziele und Fristen neu zu definieren.  

Denn bei der Arbeit im Homeoffice ist es schwierig, Produktivität mit herkömmlichen Kennzahlen, wie zum Beispiel der im Büro verbrachten Zeit, zu messen. Stattdessen lohnt es sich einen genaueren Blick auf die Ergebnisse zu werfen und die Arbeit auf diese auszurichten.

Wissbegierde 

Mit Wissbegierde wird die Ideenorientierung und Offenheit für neue Ideen gemessen. Dies umfasst unter anderem neue Tools und Technologie. Denn mit der Arbeit im Homeoffice geht ein neuer Ansatz für tägliche Aktivitäten und Prozesse einher. Teambesprechungen werden zu Videoanrufen, kurze Fragen werden zu Instant Messages.

Neugierde und kreatives Denken sind jetzt gefragt, wenn es darauf ankommt neue Kommunikations- und Arbeitsmethoden zu etablieren und diese ins Virtuelle zu verlagern.

Selbstlosigkeit

Nicht zuletzt ist auch ein gewisses Maß an Selbstlosigkeit gefragt. Dazu gehört es laut Hogan, das Wohlbefinden der Mitarbeiter zur obersten Priorität zu machen, ihnen die nötige Unterstützung zukommen zu lassen und als Bindeglied zu agieren.

"Für viele Unternehmen ist im Umgang mit der Covid-19-Krise Arbeit im Homeoffice unvermeidlich. Die beste Art, einen problemlosen Übergang zu einem virtuellen Arbeitsplatz sicherzustellen, besteht darin, eine effektive virtuelle Führungskraft an der Spitze zu haben", so Dr. Ryne Sherman, Chief Science Officer bei Hogan Assessments. "Jahrzehntelange Forschung im Bereich effektive Führung sagt uns, dass für die Führung von Mitarbeitenden im Homeoffice besonders jene Personen geeignet sind, die ausgeglichen, ehrgeizig, offen für neue Technologie und kommunikationsstark sind und die Einfühlungsvermögen zeigen, wenn es um die Unterstützung von verunsicherten Mitarbeitenden geht."


Autor: Marina Rößer

ist als Redakteurin im Agenturressort der W&V tätig. Die Diplom-Politologin hat viele Jahre in einem Start-Up gearbeitet und ist daher besonders fasziniert von innovativen Digitalthemen und kreativen Marketingstrategien. Ihre eigene kreative Seite lebt sie beim Kochen und Fotografieren aus und bringt sich zudem Designthemen bei.

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