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Städteranking
Das sind die besten Städte für die Generation Z

Ein aktuelles Ranking zeigt auf, welche Städte weltweit am besten auf die Generation Z vorbereitet sind. Dabei haben auch zwei deutsche Metropolen es unter die Top Ten geschafft.

Text: W&V Redaktion

4. September 2019

London führt das Städteranking The 2019 Best Cities for Generation Z deutlich an.
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Mit der Generation Z wird nun eine Altersgruppe langsam flügge, die einfach anders als die Generationen vor ihr ist: Sie ist extrem vernetzt. Und sie wurde in einer Zeit groß, die vom 11. September, der globalen Rezession und der Klimakrise geprägt ist. Entsprechend hat sie auch ganz konkrete Vorstellungen davon, wie sie zukünftig leben und arbeiten will.

Die Frage ist: Sind die Städte denn schon für die so genannten "Digital Natives 2.0" mit ihren besonderen Erwartungen und Werten bereit? Welche Metropolen bemühen sich derzeit am meisten, sich schon heute attraktiv für die Macher, Aktivisten und Visionäre von morgen zu machen? Diesen Fragen ist das Immobilienportal Nestpick in seinem aktuellen Städteranking nachgegangen: The 2019 Best Cities for Generation Z bewertet 110 Städte weltweit anhand von Daten zu Digitalisierung, Lebensqualität und Geschäftsmöglichkeiten, um herauszufinden, welche Standorte am besten für die Gen Z geeignet sind.

London Nummer eins, Berlin und München unter den Top Ten

Demnach ist trotz Brexit London mit Abstand die Stadt Nummer eins für die Generation Z, gefolgt von Stockholm auf Platz zwei und Los Angeles auf dem dritten Rang. Aber auch zwei deutsche Metropolen haben es in dem Ranking unter die Top Ten geschafft: So bieten sowohl Berlin mit dem 6. wie auch München mit dem 7. Platz bereits attraktive Bedingungen für die Digital Natives 2.0.

Etwas anders sieht das Ranking allerdings aus, wenn man die digitalen Ansprüche der Gen Z in den Vordergrund stellt: Hier kann am meisten Seoul, das im Gesamtranking nur auf Platz 66 landet, vor London und Boston punkten. 

London hat im Ranking der attraktivsten Städte für die Generation Z die Nase vorn.

Um überhaupt in das Ranking zu kommen, mussten die Städte bestimmte Voraussetzungen erfüllen: So entschieden sich die Studienmacher zum einen für Städte, die aufgrund ihres Rufs als Topmetropolen für Arbeit und Bildung gelten. Zum anderen wurden die Cities berücksichtigt, die bereits Initiativen ergriffen haben, die Forderungen vorheriger Generationen wie den Millennials oder der Generation X umzusetzen.

Um den jeweiligen Attraktivitätsgrad der Städte zu ermitteln, flossen in die Bewertung insgesamt 22 verschiedene Kriterien mit ein, die nochmal vier großen Kategorien zugeordnet wurden: Neben der Digitalisierung (mit Faktoren wie Konnektivität, E-Governance, Mobilität/Sharing Economy, Digitalisierte Alltagspraktiken oder auch Privatsphäre und Sicherheit) zählten auch Kategorien wie Grundsätze (unter anderem Internationalität, LGBT + Equality, Umwelt- und Klimaschutz und Möglichkeiten des öffentlichen Aktivismus), Freizeit (E-Sports und Konzerte) und Business (Lebenshaltungskosten, Social Entrepreneurship, KI-Industrie und Co-Working-Einrichtungen).

Was die deutschen Städte attraktiv macht

Berlin und München sind nicht umsonst im Ranking nebeneinander gelandet, können sie doch bei den gleichen Kriterien punkten: So sind beide Städte stark, was das E-Government betrifft, aber auch, was die Möglichkeit des öffentlichen Aktivismus angeht. Dafür schwächeln beide in Bezug auf die Digitalisierten Alltagspraktiken und im E-Sports-Angebot. Während Berlin beim Angebot von Co-Working-Einrichtungen noch im Mittelfeld rangiert, gibt es hier für München Punktabzug. Dasselbe gilt auch für die KI-Industrie. Dafür hat die Isar-Metropole im Vergleich zur Bundeshauptstadt bei der Bildung wie auch bei der Sicherheit die Nase vorn.

Als weitere Großstädte sind Frankfurt, Hamburg und Köln im Gesamtranking auf den Plätzen 17, 25 und 26 gelandet. Frankfurt, Hamburg und Köln können zwar alle auch in Bezug auf die Möglichkeiten des öffentlichen Aktivismus viele Punkte gut machen, ebenso beim Zugang zu geistiger und genereller Gesundheitsfürsorge. Dafür schwächelt Köln aber deutlich beim Bildungsangebot, bei den Co-Working-Einrichtungen und der KI-industrie, während Frankfurt und Hamburg zudem klar beim E-Sports-Angebot verlieren.

The 2019 Best Cities for Generation Z knüpft an die Vorgängerstudie von 2017 an, die die besten Städte für Millennials ermittelt hat. Damals konnten Berlin und München mit Rang zwei und drei noch Treppchenplätze ergattern, lediglich Amsterdam hatte die Nase unangefochten vorn.

Lesen Sie mehr zur Generation Z sowie diese und andere coole Marketing- und Medien-Geschichten in der aktuellen Ausgabe der W&V Nr.9.1/2019. Sichern Sie sich hier Ihr persönliches Exemplar.

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