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Bewerbungs-Management
Data-Management hilft beim Recruiting via Xing

Übersichtlich alle Kennzahlen im Blick: Das verspricht Xing mit den neuen "Recruiting Insights". Wie Personaler von der neuen Plattform profitieren.

Text: W&V Redaktion

11. September 2018

Xing E-Recruiting offenbart interessierte Kandidaten.
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Das Karrierenetzwerk Xing will die Suche nach Fachkräften vereinfachen und hat auf der Messe Zukunft Personal die neue Plattform "Recruiting Insights" vorgestellt. Darin werden alle relevanten Recruiting-Kennzahlen gebündelt dargestellt und helfen damit Entscheidern, den Überblick zu behalten, ihren Recruiting-Mix zu optimieren und so die Kandidatensuche effektiver zu gestalten.

Außerdem präsentierte Xing E-Recruiting ein integriertes Bewerbermanagementsystem, das gemeinsam mit dem Startup Prescreen entwickelt wurde. Damit verschaffen sich Personaler leichter einen Überblick, wer von den 14 Millionen Xing-Mitglieder potenziell als Kandidaten geeignet ist. "Eine solche Lösung gibt es so am Markt noch nicht", sagte Andreas Altheimer, Mitgründer von Prescreen, der dpa. Xing hatte das Wiener Unternehmen Prescreen im Juli 2017 für 17 Millionen Euro übernommen. Auch nach der Übernahme soll die Firma weiter als eigenständige Tochter arbeiten.

Von der Stellenausschreibung über die Verwaltung der Bewerbungen und der direkten Ansprache bis hin zur Einstellung sollen auf der Plattform nahtlos alle Schritte erfolgen. "Wir bieten damit alles aus einer Hand", sagte Jost Schatzmann, Produktverantwortlicher bei Xing E-Recruiting. Auch Bewerbungen per E-Mail, online oder per Brief sollen einfach eingepflegt werden können. Nach Einverständnis der Kandidaten können Bewerber aus dem Xing-Netzwerk in das System mit aufgenommen werden. Mit 25 Test-Kunden habe man die neue Plattform für zwei Monate erfolgreich getestet, sagte Schatzmann. Das Tool ist diese Woche gestartet.

Für die "Recruiting Insights" fließen Informationen unter anderem aus dem Xing-Talentmanager, aus Stellenanzeigen, Mitarbeiterempfehlungen oder auch dem unternehmenseigenen Talentpool zusammen. Angezeigt wird auch, welche Recruiting-Kanäle bevorzugt von den Kandidaten genutzt werden oder von wem das eigene Unternehmen als "Wunscharbeitgeber" markiert wird. Sichtbar sind auch Vergleiche, etwa im Zeitablauf oder mit anderen Unternehmen. Xing E-Recruiting errechnet einen Benchmark-Wert namens "Top Recruiter", an dem Personaler ihre eigene Arbeit messen können. Das Dashboard zeigt zudem die zentrale Kennzahl "Time to Hire" an, also die Zeit von einer Stellenausschreibung bis zur Einstellung des neuen Kandidaten an.

Laut einer von Xing in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage unter 200 Personalleitern benötigen gut drei Viertel bis zu einem halben Jahr, um eine Führungsposition zu besetzen. 73 Prozent der Befragten verzeichneten demnach in den letzten fünf Jahren einen Anstieg der Zeit, um eine Vakanz zu besetzen. Diese Zeit soll sich laut den Unternehmen mit der neuen Plattform um 30 Prozent reduzieren lassen, obgleich im Schnitt 15 Prozent mehr Bewerber angesprochen werden könnten.

Xing zählte zuletzt über 14 Millionen Mitglieder, davon über eine Million zahlende Premium-Kunden. Sein US-amerikanischer Konkurrenten Linkedin kam zuletzt auf über elf Millionen Nutzer im deutschsprachigen Raum. Der Umsatz der börsennotierten Burda-Tochter belief sich 2017 auf 187,8 Millionen Euro, der Gewinn bei 25,9 Millionen Euro.

am/mit dpa

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