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Technologie
Deswegen ist die Blockchain für Personaler spannend

Als technologischer "Enabler" kann die Blockchain dabei helfen, bestehende Prozesse schneller, kostengünstiger und einfacher abzuwickeln. Das kann auch das Personalwesen revolutionieren.

Text: W&V Redaktion

23. April 2018

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Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, altbekannte Abläufe überflüssig zu machen, nicht nur im Zahlungsverkehr. Bekannt ist die Authentifizierungsmethode vor allem als Grundlage von Kryptowährungen wie Bitcoin. Aber die Möglichkeiten der Blockchain reichen weit darüber hinaus, auch im Marketing wird schon experimentiert, etwa mit Kundenbindungsprogrammen. Spannende Anstöße dazu gab es beim W&V Data Marketing Day

Als Technologie-Plattform kann die dezentralisierte Blockchain wertvolle Informationen jeglicher Art verwalten, von Geburtsurkunden bis hin zu Steuererklärungen. Und indem sie diese Informationen auf extrem sichere Weise verifiziert, eröffnet die Blockchain auch direkte Anwendungsmöglichkeiten für Personalabteilungen, insbesondere für die Personalführung und Personalbeschaffung.

"Blockchain-Technologie wird das Personalwesen transformieren", sagt Expertin Claire Masson von der Financial Times | IE Business School Corporate Learning Alliance. "Durch ihre Authentifizierungsprozesse sind wir nicht mehr auf ebenso teure wie langsame Zwischenhändler angewiesen."

Im Recruiting

Wenn es darum geht, Bewerber zu beurteilen, greifen Personaler auf den Lebenlauf, akademische Titel und Referenzen zurück. Um diese Angaben verifizieren zu können, müssen sich Unternehmen auf öffentliche Verwaltungen und Universitäten verlassen. Eine derartige Verifizierung könnte auch auf sichere und nachvollziehbare Art über die Blockchain-Datenbank-Architektur erfolgen. Im Personalbereich wären das Daten aus dem Lebenslauf wie Anstellungsdauer, Position und Vergütung, aber auch die Echtheit von Noten und Zeugnissen.

So könnten Arbeitnehmer in Zukunft eine Art "lebenden CV" in der Blockchain anlegen. Darin speichern sie laufend Informationen zu Job-Erfahrungen (Auslandseinsätze, Projekte ... ) und Qualifikationen (belegte Seminare, E-Learning, Trainings ...). "Ohne zusätzliche Kosten und bürokratische Abläufe schafft Blockchain-Technologie die Grundlage für tiefergehendes Vertrauen zwischen Angestellten und ihren Personalabteilungen", sagt Expertin Claire Masson.

Im Management

"Smart contracts" können zur weiteren Dezentralisierung der Arbeit beitragen. Freie Mitarbeit oder Werksverträge lassen sich darüber abschließen und vergüten. Statt hierarchischer Management-Strukturen könnte die Blockchain für eine nichthierarchische Verteilung von Arbeitsaufgaben sorgen.

Bei der Bewertung von Qualifizierungen

MBA-Programme gibt es mit unterschiedlichen Laufzeiten. Wie lassen sich verschiedene Abschlüsse gut miteinander vergleichen, wenn die Bewertungssysteme so unterschiedlich sind? Vielleicht sollte es Sie stutzig machen, wenn ein Doktor oder Jurist doppelt so schnell wie seine Kommilitonen zum Abschluss kommt. In der Blockchain ließe sich nachvollziehen, welche Kurse und Zusatzqualifikationen der Bewerber absolviert hat.

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