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Reklamation
DHL-Mitarbeiter twittert sich um Kopf und Kragen

Die meisten Social-Media-Teams zeichnen sich durch große Geduld und Humor aus. Ganz anders der DHL-Mitarbeiter, der einem Kunden "Rumgeheule" vorwarf. Jetzt schaltet sich Jan Böhmermann ein.

Text: W&V Redaktion

30. November 2018

Rund 11 Mio. Sendungen muss DHL in der Weihnachtszeit jeden Tag zustellen.
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5200 Herzchen hat der Tweet eines genervten DHL-Paket-Mitarbeiters inzwischen erhalten. Viele Menschen im Web haben offensichtlich Verständnis, wenn einem in der stressigen Vorweihnachtszeit mal die Hutschnur platzt.

Begonnen hat das Gespräch mit einem jungen Mann, dem Youtuber Shortbyte, der sich über einen misslungen Zustellversuch der Post geärgert hat.

Statt ruhig und besonnen zu reagieren, pampte der Social-Media-Kollege jedoch in gleichem Tonfall zurück:

Das ist der Ursprungstweet:

Das brachte eine Riesenwelle ins Rollen, die inzwischen auch ZDF-Neo-Mann Jan Böhmermann erfasst und ihn zu einem Song inspiriert hat. Unter den Post-Kunden herrscht bei den einen Verständnis. Sie hoffen, dass der Ausrutscher keine beruflichen Konsequenzen hat. Andere rügen den 20-jährigen Shortbyte für seinen Ton. Oder sehen Systemversagen bei DHL.

Arbeitgeber DHL könne das Verhalten seines Mitarbeiters nicht billigen, sagt DHL-Sprecher Dirk Klasen zu Bild.

Wörtlich heißt es da: "Diese Reaktionen und dieser Umgang mit Kunden unseres Unternehmens verstoßen massiv gegen alle unsere Grundsätze zum höflichen, sachlichen und konstruktiven Umgang mit Kundenanfragen und Beschwerden. Hierzu können wir uns bei unserem Kunden nur aufrichtig entschuldigen, denn ein solcher Umgangston ist für uns nicht tolerierbar. Aktuell prüfen wir umgehende arbeitsrechtliche Konsequenzen und der betroffene Mitarbeiter wird ab sofort nicht mehr in einem Bereich mit direktem Kundenkontakt bei uns tätig sein. Wir stehen hier auch in der Verantwortung gegenüber allen anderen Kolleginnen und Kollegen im Kundenservice, die jeden Tag mit großem Engagement versuchen, auch schwierige Anfragen zufriedenstellend zu beantworten und unseren Kunden weiterzuhelfen."

Die Reaktion von DHL:

Andere Social-Media-Teams nutzen die Gelegenheit, Lieferando schlägt ein Versöhnungsessen vor:

Leon, der Auslöser der Auseinandersetzung, ist fassungslos über das Ausmaß der Empörung auf allen Seiten und kommentiert jetzt via Twitter:

Zu guter Letzt schaltete sich auch noch Jan Böhmermann ein und textete ein "Kampflied der Paketkuriere", das er im "Neo Magazin Royale" präsentierte. "Wir sind Versandsoldaten" heißt der Song:

Hier der Youtube-Ausschnitt mit einigen Fakten und Hintergründen zum Thema Logistikdienstleister. Der Song beginnt bei 12:45:

Die Post erwartet im Weihnachtsgeschäft an die 11 Millionen Sendungen täglich und hat sich darauf auch vorbereitet: 

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