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Remote Work
Die Deutschen fühlen sich im Homeoffice nicht unterstützt

Ein Report zeigt, wie zufrieden die Deutschen mit ihren digitalen Arbeitsplätzen sind und wie sie auch in Corona-Zeiten an Informationen kommen. Im Homeoffice gibt es dabei noch deutlich Luft nach oben. 

Text: W&V Redaktion

11. November 2020

Wer im Remote Office sitzt, muss informiert bleiben, was in der Firma passiert.
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Der Digital Workplace Report wurde zwar inzwischen bereits zum elften Mal durchgeführt - hat aber in diesem Jahr besondere Brisanz. Wegen der Corona-Pandemie mussten viele ins Home Office ausweichen, die Kommunikation über den digitalen Arbeitsplatz und interne Netzwerke wurde noch wichtiger, als je zuvor. Doch über welche Plattformen bleiben Mitarbeiter stets auf dem Laufenden? Welche Rolle spielen interne Plattformen für die Beschäftigten und die Verantwortlichen während der Corona-Pandemie? 

Um das herauszufinden, hat die Kölner Digitalberatung NetFederation im Zeitraum von Ende April bis Mitte Juli 2020 mehr als 400 Beschäftigten aus 50 deutschen Unternehmen 108 Fragen gestellt. Ergebnis: In der digitalen Zusammenarbeit gibt es noch Defizite. Grundsätzlich sind die Deutschen mit ihrem digitalen Arbeitsplatz zwar zufriefen: Knapp 80 Prozent finden ihren digitalen Arbeitsplatz aktuell oder modern. Lediglich 20 Prozent bezeichnen ihn als altmodisch bzw. sogar "steinzeitlich".

Interne Kommunikationsplattformen sind die wichtigste Informationsquelle für Beschäftigte, wenn es um ihre tägliche Arbeit geht. Das gilt erst recht für die Phase der Corona-Pandemie. Nun erwarten deutsche Arbeitnehmer:innen, dass diese Plattformen auch zum zentralen Ort für die zunehmend digitalisierte Zusammenarbeit werden. Das interne Firmennetzwerk wird zur digitalen Konzernzentrale, in der die Beschäftigten jeden Morgen ankommen, um sich die für sie relevanten Informationen abzuholen. Für diese Herausforderung sind allerdings viele Unternehmen noch nicht gerüstet. Im Homeoffice fühlt sich nur rund die Hälfte der Befragten wirklich unterstützt. Ein Drittel der Studienteilnehmer sagt sogar, dass die internen Plattformen für ihre Arbeit im Homeoffice kaum eine Rolle spielen.

Das sind deutliche Hinweise darauf, wo die Defizite des digitalen Arbeitsplatzes liegen. Als Informations- und Kommunikationskanal wird er geschätzt. Doch es hapert, wenn es um Kollaboration und asynchrone Arbeit geht. Technische Features wie die Suche, ein Chat oder Videokonferenzen werden schlecht bewertet oder gar nicht erst benutzt. Darunter leidet die digitale Zusammenarbeit, die vor allem in den Monaten der Corona-Pandemie noch mal wichtiger geworden ist. Noch sind nur wenige Unternehmen in der Lage, dieses Potenzial der digitalen internen Netzwerke in Gänze zu nutzen.

Kategorien, die in der Studie abgefragt werden:

  • Technik: Plattformauswahl und mit welchen Funktionen diese ausgestattet ist.
  • User Experience: Nutzungsintensität, Zufriedenheit der Nutzer mit ihrem Digital Workplace, Nutzen für den Arbeitsalltag
  • Mobiles Arbeiten: Arbeit im Homeoffice, Tools und mobile Erreichbarkeit der internen Netzwerke
  • Dialog & Interaktion: Kollaboration, Social Intranet und Corporate Identity
  • Corona-Spezial: Nutzung der internen Netzwerke in der Corona-Pandemie

Die gesamte Studie finden Sie hier.

 


Autor: Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.

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