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Diese Firma zahlt Miete fürs Home Office

Der australische Krankenversicherer NIB will seine Mitarbeitenden nach dem Ende des dreimonatigen Corona-Lockdowns in Sydney nicht wieder zurück ins Büro holen. Wer zu Hause bleibt, bekommt 760 Euro Bonus.

Text: Anonymous User

13. Oktober 2021

NIB belohnt Mitarbeiter für's Home Office
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Im australischen Sydney heißt es nach über drei Monaten Corona-Lockdown seit Montag wieder Back to Normal. Der private Krankenversicherer NIB allerdings will seine Mitarbeiter gar nicht wieder zurück im Büro sehen. Das Unternehmen bietet Angestellten künftig einen jährlichen Bonus von umgerechnet fast 760 Euro, wenn sie weiter vom Home Office aus arbeiten. Dafür will der Versicherer 75 Prozent seiner Büros in Sydney, Meldbourne und Newcastle untervermieten.

CEO Mark Fritzgibbon sieht die Zahlung als Anerkennung dafür, dass seine Firma quasi die Häuser der Angestellten anmiete, erklärte er gegenüber der australischen Zeitung "The Australian". Darüber hinaus denkt der NIB-Chef über flexiblere Arbeitsmodelle sowie ein Ende der Fünf-Tage-Woche nach. 

Produktiv und glücklich im Home Office

Eine interne Studie ermutigt zu diesem Schritt. 1.200 Mitarbeitende der NIB gaben in der Befragung an, zu Hause produktiver zu sein und bessere Arbeit zu leisten. Auch den Zeitgewinn durch den Wegfall des täglichen Arbeitsweges wissen die Mitarbeit zu schätzen. Ganz werden die NIB-Mitarbeiter allerdings nicht auf den Kontakt zu ihren Kollegen verzichten müssen. Gemeinsame Projektarbeit soll auch weiter lokal vor Ort stattfinden. 

Dass NIB das Gehalt für Mitarbeiter im Home Office erhöht, steht in vollkommenem Kontrast zu Google. Der Internet-Riese hatte im August mit der Ankündigung für Schlagzeilen gesorgt, Mitarbeiter:innen die Löhne zu kürzen, die in einer Stadt mit geringen Lebenshaltungskosten von zu Hause aus arbeiten. Obwohl der Tech-Riese seine Mitarbeiter schon immer ortsabhängig vergütet hatte, sollte dies wohl eher ein Druckmittel sein, um die Angestellten wieder ins Büro zu holen. Google-Chef Sundar Pichai hatte seit Ausbruch der Corona-Krise mehrfach bekundet, dass er fest daran glaube, dass der persönliche Austausch und ein Gemeinschaftsgefühl wichtig seien, wenn man schwierige Probleme lösen und Neues schaffen wolle.


Autor: W&V Redaktion

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