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Xing New Work Award
Diese Idee hat den New Work Award wirklich verdient

Die Experimentierfreude der Agentur Rheingans Digital Enabler hat sich gelohnt: Beim New Work Award siegte sie mit ihrem Modell des 5-Stunden-Arbeitstags. Alnatura, Bosch und Merck zählen zu den weiteren Preisträgern.

Text: W&V Redaktion

11. März 2019

Das sind die Finalisten des New Work Award.
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Bereits zum sechsten Mal hat das Karriereportal Xing den New Work Award an Firmen, Teams und Personen verliehen, die sich durch zukunftsweisende Arbeitsideen auszeichnen. Mit dem Preis in der Kategorie Unternehmen kann sich ab sofort die Bielefelder Agentur Rheingans Digital Enabler schmücken. Sie hat vor einigen Wochen den regulären 5-Stunden-Arbeitstag eingeführt. 

Insgesamt wurden mehr als 200 Bewerbungen eingereicht. Nachdem zunächst eine elfköpfige New-Work-Jury eine Shortlist mit den vielversprechendsten Initiativen und Persönlichkeiten erstellt hatte, entschied die Online-Community mit mehr als 30.000 abgegebenen Stimmen die finale Wahl.

Die Gewinner:

Kategorie "Unternehmen/Institutionen"

1.Platz Rheingans Digital Enabler

2.Platz Alnatura

3.Platz Wohnwagon

Kategorie "Teams"

1.Platz Bosch

2.Platz Transition Team HOCHBAHN

3.Platz Merck Gruppe

Kategorie "New Worker"

Dalia Das, Peter-Georg Lutsch, Georg Gastgeiger

Sonderpreis

Initiative "Rituals for Change"

Damit überzeugte Rheingans Digital Enabler

Auch wenn Prozesse deutlich komplexer und schnelllebiger werden und von Mitarbeitern oft umfassende Erreichbarkeit gefordert wird, priorisiert die Agentur eine ausreichende Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter. Dazu hat Rheingans den 5-Stunden-Arbeitstag eingeführt. Konkret heißt das: Die tägliche Arbeitszeit von acht bis 13 Uhr wird intensiv und gewissenhaft genutzt. Dabei arbeiten alle Mitarbeiter selbstorganisiert. Meetings werden möglichst kurz und hochkonzentriert durchgeführt. Störfaktoren wie Smalltalk oder Smartphone-Nutzung werden vermieden.

Das Unternehmen Alnatura belegt den zweiten Platz des diesjährigen New Work Awards. Die Produktions- und Handelsgesellschaft setzt in ihrer Unternehmenspolitik auf Selbstorganisation, eigenverantwortliches Arbeiten und eine "Führung durch den Kunden". Hierfür gibt ein Kernteam in der Unternehmenszentrale Impulse, um neue Formen der Zusammenarbeit zu testen und mehr Verantwortung an die einzelnen Märkte und ihre jeweiligen Belegschaften zu geben.

Den dritten Platz belegt ein Unternehmen aus Österreich. Wohnwagon produziert nachhaltige Tiny Houses, die sich selbst mit Strom, Wärme und Wasser versorgen können. Um die Grundsätze der Selbstversorgung auf ein neues Niveau zu heben, arbeitet Wohnwagon an einem neuen Projekt, in dessen Rahmen sogar ein autarkes Dorf in Niederösterreich entsteht.

Die "Working Out Loud"-Initiative von Bosch gewinnt den ersten Preis in der Kategorie "Teams". Sie bildet die bislang größte Graswurzelbewegung in der Unternehmensgeschichte. Ein Team wechselt basierend auf den aktuellen Aufgaben in seiner Zusammensetzung und arbeitet fast ausschließlich virtuell, offen und transparent zusammen. Dabei bewirkt die "WOL-Methode" nicht nur eine Intensivierung der internen Vernetzung, sondern auch eine Steigerung von Selbstorganisation und Selbstbestimmung seitens der Mitarbeiter.

Das Transition-Team der Hochbahn aus Hamburg belegt den zweiten Platz. Das Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, bereichsübergreifend agile Methoden und Prozesse zu etablieren, um einen Kulturwandel anzustoßen und ein "agiles Mindset" beim mehr als 100 Jahre alten Mobilitätsanbieter zu vermitteln.

Der dritte Platz des New-Work-Award geht an das Innovation Center der Merck-Gruppe. Anlässlich seines 350-jährigen Jubiläums hat das Unternehmen ein Zentrum erschaffen, das sowohl Mitarbeitern als auch Externen ein Innovations-Ökosystem bietet, in dem sie autonom an ihren Innovationsprojekten arbeiten können.

Dalia Das, Peter-Georg Lutsch und Georg Gasteiger sind die New Worker 2019

Dalia Das ist Gründerin der Schule für digitale Talente "neue fische", die sich den Fachkräftemangel in der IT-Branche angenommen hat. In nur drei Monaten bildet die Schule Quereinsteiger oder Studienabbrecher zu nachgefragten Softwareentwicklern und Data Scientists aus. Hierbei bezieht "neue fische" führende Unternehmen ein und vernetzt die Teilnehmer aktiv mit der Wirtschaft.

Mit Peter-Georg Lutsch wird der Mitgründer der Plattform Sidepreneur.de als "New Worker" ausgezeichnet. Seine Plattform richtet sich an Erwerbstätige, die nebenberuflich ein eigenes Business aufbauen oder als Freelancer an ihrer Geschäftsidee oder einem Produkt arbeiten. Die Community hat sich zum Ziel gesetzt, die sogenannten "Sidepreneure" zu unterstützen, sie zu inspirieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich untereinander noch besser zu vernetzen.

In der Kategorie der Einzelpersonen wird auch Georg Gastgeiger ausgezeichnet. Mit seinem 400 Jahre alten Bauernhof-Ensemble hat er ein angesagtes "New Work Retreat" in den Alpen etabliert. Das "Gemeinschaftsgefühl auf den Bergen" rückt in den Vordergrund und so gilt der Mesnerhof-C in Österreich als Leuchtturmprojekt für Tourismusinnovationen.

Der Sonderpreis geht an die Initiative "Rituals for Change" von Frederik Pferdt, Nina Fischer, Matthias Wesselmann und Frederik Frede. Das Team hat einen Design-Prozess entwickelt, mit dem jede Organisation eigene Rituale für den Wandel entwickeln und implementieren kann. Aus diesem Prozess entstand die Initiative "Rituals for Change".

Jury-Mitglied Joana Breidenbach hebt die Preiswürdigkeit der Initiative hervor: "Wenn ein Unternehmen sich einem Wandel durchziehen will, dann muss es seinen Mitarbeitern zeitgleich auch Sicherheit vermitteln. Individuelle Rituale können dabei helfen, Kulturen zu schaffen, die Veränderungen zulassen. Die Initiative Rituals for Change schafft hierdurch einen besonderen Prozess, der Unternehmen dabei hilft, ihre Transformation erfolgreich zu meistern."

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