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Karriereplanung bei Managern
Führungskräfte wollen innovative Arbeitgeber und Mitspracherecht

Die Zukunftsfähigkeit von Arbeitgebern spielt bei der Jobwahl für Manager eine zunehmend wichtige Rolle. Über die Hälfte der Führungskräfte wollen Veränderungen zudem aktiver mitgestalten. 

Text: W&V Redaktion

16. April 2019

Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung spielt die Innovations- und Zukunftsfähigkeit von Arbeitgebern eine zunehmend wichtige Rolle bei der Karriereplanung.
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Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung spielt die Innovations- und Zukunftsfähigkeit von Arbeitgebern eine zunehmend wichtige Rolle bei der Karriereplanung, wie das aktuelle Manager-Barometer der internationalen Personalberatung Odgers Berndtson zeigt. Wichtiger wird für Führungskräfte demnach auch die Möglichkeit, an Veränderungen mitzuwirken und den Wandel aktiv mitzugestalten.

Um also qualifiziertes Personal zu finden und zu halten, müssen sich Unternehmen auf zunehmend selbstbewusste und anspruchsvolle Führungskräfte einstellen, die konsequent ihre Karrierechancen suchen und nutzen.

Mitwirkung an Veränderungen als Karrieremotivator

Denn: Die Top-3-Gründe für einen Wechsel der beruflichen Tätigkeit sind laut Barometer die "fehlende berufliche Perspektive" (51,0 Prozent), "geänderte strategische Rahmenbedingungen" (48,6 Prozent) sowie die "Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens" (38,2 Prozent).

Die "Mitwirkung an Veränderungen / Tätigkeit in innovativen Unternehmen" als Karrieremotivator, den Odgers Berndtson in der aktuellen Befragung erstmalig erhoben hat, konnte sich folglich gleich auf Platz 2 etablieren (56,3 Prozent). Das "Einsetzen persönlicher Stärken/Begabung" liegt mit rund 61 Prozent unverändert auf Platz 1, "Freude an der Führungsaufgabe" belegt mit 53,3 Prozent nun Rang 3 der Karrieremotivatoren.

Großes Identitätsbedürfnis der Manager

Olaf H. Szangolies, Partner bei Odgers Berndtson und Leiter der aktuellen Befragung, kommentiert: "Die Ergebnisse zeigen einerseits das große Identitätsbedürfnis der Manager. Es ist ihnen ganz und gar nicht einerlei, für wen sie arbeiten, wie ihr Arbeitgeber strategisch aufgestellt und für die Zukunft gerüstet ist. Andererseits machen die Ergebnisse deutlich, wie wichtig es für Unternehmen ist, gerade in Zeiten des Wandels mit ihren Führungskräften im Austausch über Karrierewege und -potenziale zu bleiben, denn Führungskräfte befinden sich auf dem Absprung, wenn sie eine nachhaltig andere Auffassung von der strategischen Ausrichtung des Unternehmens haben."

Eine innovative Unternehmenskultur

Dies bestätigt auch die Frage nach den Rahmenbedingungen, die für karrierewillige Führungskräfte bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber besondere Bedeutung haben: Für fast zwei Drittel der Teilnehmer hat eine "innovationsorientierte Unternehmenskultur" oberste Priorität. In Startup-Unternehmen ist diese sogar für rund 70 Prozent der Führungskräfte wichtig.

"Da die Innovationsfreude eines Unternehmens ein Indiz für dessen zukünftige Wettbewerbsfähigkeit ist, könnte man diese Präferenz auch dahin gehend interpretieren, dass die Manager einen innovativen Arbeitgeber gezielt zur Sicherung ihres Arbeitsplatzes wählen", sagt Szangolies und resümiert: "So oder so - Unternehmen müssen sich auf anspruchsvolle und aktiv gestaltende Führungskräfte einstellen, die selbstbewusst ihre Karrierechancen suchen - und nutzen."

Odgers Berndtson befragt jährlich sein Executive Panel, das Führungskräfte von Unternehmen aller Branchen und Größenklassen in Deutschland, Österreich und der Schweiz beinhaltet. Am Manager-Barometer 2018/2019 haben 2.460 Manager teilgenommen.

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