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Fachkräfte-Gehälter
Gehaltskluft zwischen Ost und West klafft weiter auseinander

Eine Fachkraft im Osten kann mit weniger Gehalt rechnen als die Kollegen im Westen. Dabei wächst besonders im Osten die Nachfrage nach Fachkräften.

Text: W&V Redaktion

1. Oktober 2018

In Sachsen-Anhalt steigt die Zahl der offenen Stellen unaufhörlich.
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Wenn am Mittwoch zum 28sten Mal der Tag der Deutschen Einheit gefeiert wird, ist eine Kluft zwischen Ost und West noch nicht abgebaut: Die Gehaltskluft. Fachkräfte im Osten sind immer noch weit unter dem Schnitt westdeutscher Kollegen bezahlt. Während das Bruttodurchschnittsgehalt einer Fachkraft im Westen  aktuell bei 56.800 Euro liegt, verdient ihr Pendant im Osten im Schnitt 44.700 Euro – ein Unterschied von 27 Prozent. Nur Berlin bildet eine Ausnahme mit einem Durchschnittsverdienst bei 50.700 Euro. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse der Online-Jobplattform Stepstone auf Basis von 200.000 Datensätzen.

Allgemeines Schlusslicht bei den deutschen Gehältern ist das Bundesland Sachsen-Anhalt – dort kommt eine Fachkraft auf einen Jahresverdienst von 39.300 Euro. Am besten bezahlt werden Mitarbeiter aus Ostdeutschland in Brandenburg (41.000 Euro). Allerdings sind das immer noch 8.000 Euro weniger als der Verdienst einer Fachkraft aus Schleswig-Holstein – mit 49.100 Euro Schlusslicht unter den alten Bundesländern. Deutschlandweit Spitzenreiter bei den Gehältern ist Hessen (61.800 Euro), gefolgt von Bayern (58.600 Euro), Hamburg (58.200 Euro) und Baden-Württemberg (58.000 Euro). 

Die Zahl der veröffentlichten Stellenausschreibungen besonders in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg hat sich in den vergangenen fünf Jahren annähernd verdoppelt. Damit ist die Nachfrage nach hochqualifizierten Spezialisten in den neuen Bundesländern durchschnittlich stärker gestiegen als in Gesamtdeutschland: Während es auf Bundesebene zwischen Juni 2013 und Juni 2018 eine Steigerung der Nachfrage um rund 74 Prozent gab, verzeichnete Sachsen-Anhalt hingegen eine Steigerung um 107 Prozent. 

Aber, an der Gehaltskluft ändert die gesteigerte Nachfrage bisher noch nichts: IT-Spezialisten im Westen verdienen mit durchschnittlich 67.600 Euro aktuell fast ein Viertel mehr als ihre Kollegen im Osten, Ingenieure in den westlichen Bundesländern bekommen mit 72.900 Euro sogar 28 Prozent mehr.

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