Anzeige

HubSpot-Studie
Homeoffice: Stärkerer Druck und psychische Probleme

Millionen Menschen arbeiten derzeit im Homeoffice. HubSpot hat jetzt in einer Studie untersucht, wie sich die Arbeit daheim auf die Produktivität und auf die psychische Gesundheit auswirkt.

Text: W&V Redaktion

11. Februar 2021

Für viele Menschen ist die Arbeit im Homeoffice kein Zuckerschlecken.
Anzeige

Bei zahllosen Unternehmen und Behörden im Lande ist Homeoffice das Gebot der Stunde. Mehr als 10 Millionen Menschen arbeiten laut einer Bitkom-Befragung derzeit daheim und weitere 8,2 Millionen tun das zumindest teilweise. Unterm Strich arbeitet damit zur Zeit nahezu jeder Zweite ganz oder teilweise im Homeoffice. Die Vorteile der Arbeit daheim sind offensichtlich: Das Pendeln zum und vom Arbeitsplatz entfällt, viele Menschen können in den heimischen vier Wänden wesentlich konzentrierter arbeiten als es zum Beispiel im Großraumbüro möglich ist und die Arbeitszeit lässt sich oftmals viel flexibler einteilen. Dennoch ist auch bei der Arbeit im Homeoffice nicht alles Gold was glänzt, wie eine aktuelle Studie der CRM-Plattform HubSpot verrät. Danach verspüren nämlich 42 Prozent der in Deutschland befragten Personen im Homeoffice den Druck beweisen zu müssen, dass sie auch wirklich arbeiten. Gleichzeitig ist ein Viertel der Personen der Ansicht, die Vorgesetzten würde ihre getane Arbeit nicht vollumfänglich wahrnehmen. Zugleich hat sich die Arbeit als Remote-MitarbeiterIn für immerhin 38 Prozent negativ auf die eigene Karriereentwicklung ausgewirkt, weil es "schwieriger geworden ist, eine Beförderung zu bekommen." Dem stehen ganz sieben Prozent gegenüber, denen die Heimarbeit zu einer Beförderung verholfen habe. 

 

Psychische Probleme für viele

Doch nicht nur die Karriere leidet unter der Homeoffice-Arbeit, sondern auch die Gesundheit. 44 Prozent der Befragten gaben an, daheim mehr als acht Stunden am Tag zu arbeiten und 22 Prozent fühlen sich ausgebrannter und gestresster als zuvor. Für mehr als jeden fünften hat die eigene mentale Gesundheit negative Auswirkungen auf die Arbeitsleistung und 36 Prozent sind der Ansicht, die eigene Arbeitsleistung leide aufgrund von Corona-bedingten Veränderungen zu Hause. Ein Grund dafür dürfte sein, dass sich zahllose Menschen neben der Heimarbeit auch noch um die Betreuung ihrer Kinder kümmern müssen. 

Was die Produktivität steigert 

Die eigene Produktivität würde sich für 38 Prozent der befragten Personen in erster Linie durch eine größere Flexibilität bei den Arbeitszeiten steigern lassen. Daneben wünschen sich 35 Prozent mehr Unterstützung durch Manager oder das Team und 29 Prozent mehr Technologie und Tools, um die Arbeit erledigen zu können. Immerhin die Hälfte der befragten Personen hat das Gefühl, ihr Unternehmen arbeite aktiv daran, ein integratives Umfeld für die daheim arbeitenden Mitarbeiter zu schaffen. Insgesamt wurden für die HubSpot-Studie 1000 Personen aus 25 Branchen in Deutschland, den USA, UK, Irland und Australien befragt. Die Ergebnisse oben stammen dabei ausschließlich von den Antworten der in Deutschland befragten Personen.  

Anzeige